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DJI Neo: 135-Gramm-Drohne für Selfie- und Begleitaufnahmen

Der DJI Neo startet aus der Hand, filmt in 4K und wiegt 135 Gramm. Was das Datenblatt hergibt, wo die Grenzen liegen und welche Regeln in der EU gelten.

Von Roboterwelt RedaktionAktualisiert 4 Min. LesezeitQuellen: 6
Eine Hand hält eine hellgraue DJI-Neo-Drohne mit geschlossenem Propellerschutz vor petrolfarbenem Stoff
Die DJI Neo wiegt rund 135 Gramm Foto: NAN LIU / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Eine Drohne für den Nahbereich

DJI stellte den Neo am 5. September 2024 in Shenzhen vor. Der Hersteller beschreibt ihn als seine bis dahin leichteste und kompakteste Drohne und als Gerät für Aufnahmen in geringer Höhe und aus kurzer Distanz zu Personen. Gedacht ist der Neo für Vlogs und Alltagsaufnahmen, etwa beim Radfahren, Skateboarden oder Wandern. Die Propeller sind rundum von Schutzbügeln umschlossen, damit der Neo von der Handfläche starten und dort wieder landen kann. 

Gesteuert wird er auf mehreren Wegen: ganz ohne zusätzliche Fernsteuerung, per Sprachbefehl, über die DJI-Fly-App per WLAN mit bis zu 50 Metern Reichweite, mit der Fernsteuerung RC-N3 oder mit der Videobrille DJI Goggles 3 samt Bewegungscontroller RC Motion 3. Für automatische Aufnahmen nennt DJI eine KI-gestützte Motivverfolgung und sechs QuickShots-Flugmuster: Dronie, Circle, Rocket, Spotlight, Helix und Boomerang. 

Was im Datenblatt steht

Alle folgenden Werte sind Herstellerangaben aus den technischen Daten auf dji.com. Das Startgewicht liegt bei etwa 135 Gramm, die Maße bei 130 × 157 × 48,5 Millimetern. Die Kamera nutzt einen 1/2-Zoll-Sensor mit 12 Megapixeln, Blende f/2.8 und 117,6 Grad Bildwinkel. Video nimmt der Neo in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde und in 1080p mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf, mit maximal 75 Mbit/s; Fotos speichert er als JPEG. Stabilisiert wird über einen mechanischen Gimbal mit einer Achse (Neigung) und elektronisch über die Modi RockSteady und HorizonBalancing. Aufnahmen landen im internen Speicher von 22 Gigabyte, einen Kartenschacht gibt es nicht. 

Die maximale Flugzeit gibt DJI mit etwa 18 Minuten an, mit montiertem Propellerschutz mit etwa 17 Minuten. Der Akku hat 1435 mAh bei 7,3 Volt Nennspannung (10,5 Wh). Die Windresistenz beziffert DJI auf 8 Meter pro Sekunde (Stufe 4). Zur Positionsbestimmung dienen GPS, Galileo und BeiDou sowie ein nach unten gerichtetes Kamerasystem, das in 0,5 bis 10 Metern Höhe präzises Schweben ermöglicht. Ein System zur Hinderniserkennung führt das Datenblatt nicht auf. 

Reichweite: zwei Werte

Mit Fernsteuerung oder Videobrille überträgt der Neo das Livebild über DJIs O4-System in bis zu 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde. In der Pressemitteilung zum Start nennt DJI 10 Kilometer Übertragungsreichweite mit der RC-N3. Das Datenblatt unterscheidet: 10 Kilometer gelten nach US-Norm (FCC), unter der in der EU maßgeblichen CE-Norm sind es 6 Kilometer, jeweils ohne Störungen und Hindernisse. Ohne Fernsteuerung bleibt es bei der WLAN-Verbindung zum Smartphone mit 50 Metern. 

Der Nachfolger Neo 2

Am 13. November 2025 brachte DJI den Neo 2 auf den Markt. Er wiegt laut Hersteller 151 Gramm und ist nach DJI-Angaben die leichteste und kompakteste Drohne des Herstellers mit Hinderniserkennung in alle Richtungen. Dafür kombiniert er ein monokulares Kamerasystem mit einem nach vorn gerichteten Lidar und Infrarotsensorik nach unten. Weitere Unterschiede laut DJI: ein Gimbal mit zwei Achsen, 4K-Video mit bis zu 100 Bildern pro Sekunde, 49 Gigabyte interner Speicher, Gestensteuerung mit der Handfläche, rund 19 Minuten Flugzeit und Windresistenz der Stufe 5. Auch der Neo 2 ist als C0-Drohne eingestuft. Den ersten Neo führt DJI auf seiner Produktseite weiterhin mit Kaufoption (Stand: 4. Oktober 2026). 

Was in der EU gilt

DJI weist den Neo als Drohne der EU-Klasse C0 aus. Nach der Übersicht der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) dürfen C0-Drohnen in der Unterkategorie A1 der „offenen" Kategorie fliegen. Überflüge von Menschenansammlungen sind nicht erlaubt, die Flughöhe muss unter 120 Metern über Grund bleiben. Eine Schulung verlangt die EASA nicht; die Fernpilotin oder der Fernpilot muss die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen. Das Mindestalter liegt bei 16 Jahren, entfällt aber, wenn die Drohne als Spielzeug gilt; einzelne Staaten können es auf 12 Jahre senken. 

Wichtig ist die Registrierung: Für C0-Drohnen ist sie laut EASA nicht nötig, es sei denn, die Drohne hat eine Kamera oder einen anderen Sensor an Bord und ist kein Spielzeug. Das trifft auf den Neo zu. Wer ihn betreibt, muss sich daher als Drohnenbetreiber registrieren. 

DJI Neo 2 – kleine Selfie- und Vlog-Drohne mit Gestensteuerung
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Roboterwelt Redaktion

Die Angaben in diesem Artikel wurden am 4. Oktober 2026 anhand der genannten Quellen geprüft.

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