Wybot-Poolroboter 2026: Modelle, Herstellerangaben und Testberichte

Wybot verkauft in Europa acht akkubetriebene Unterwasserroboter zwischen 339,99 und 2.499,99 Euro sowie einen solarbetriebenen Oberflächenskimmer. Was der Hersteller verspricht und was unabhängige Tester gemessen haben.

Von Roboterwelt RedaktionAktualisiert 4 Min. LesezeitQuellen: 14
KI-generierte Illustration: grauer Poolroboter an der gefliesten Wand eines Schwimmbeckens unter Wasser
Foto: KI-generiert (Roboterwelt)

Hersteller und Sortiment

Wybot ist nach eigener Darstellung eine 2021 gegründete Marke des Unternehmens Wybotics, das seit 2005 Poolreinigungsroboter herstellt. Einen Firmensitz nennt die deutschsprachige Website nicht. Im EU-Shop führt Wybot am 3. Oktober 2026 die Unterwasserroboter A1, B1, C1, C2, C2 Vision, S2, S2 Vision, S2 Solar, S2 Solar Vision und S3 sowie den Oberflächenskimmer F1. Alle Unterwassermodelle arbeiten mit Akku, ohne Kabel zum Beckenrand. Die Preise sind Angebotspreise des Herstellershops vom selben Tag; daneben weist der Shop jeweils höhere Streichpreise aus. 

Einstiegsmodelle B1 und C1

Der B1 kostet 339,99 Euro. Wybot gibt einen 2.600-mAh-Akku, bis zu 120 Minuten Laufzeit, drei Stunden Ladezeit und eine Eignung für Becken bis 110 m² an. Er reinigt laut Hersteller Boden, Wände, Wasserlinie, Stufen und Schrägen, seitliche Bürsten sollen bis an die Kanten reichen. Der Filter hält Partikel ab 180 Mikrometer zurück, das Gerät wiegt 6,5 Kilogramm. Gesteuert wird per App. 

Der C1 für 399,99 Euro soll 150 Minuten laufen und Becken bis 150 m² schaffen. Auch er fährt Boden, Wände, Wasserlinie und Stufen ab und filtert mit 180 Mikrometer. Wybot nennt fünf Reinigungsmodi und S- sowie N-förmige Fahrbahnen. 

Mittelklasse C2 und C2 Vision

Der C2 kostet 429 Euro. Er hat laut Hersteller zwei Filterstufen, einen 180-Mikrometer-Korb und einen 10-Mikrometer-Feinfilter, sowie einen 4.600-mAh-Akku. Die Laufzeit gibt Wybot mit 180 Minuten an, allerdings ausdrücklich im Eco-Modus. Das Gewicht liegt bei 7,9 Kilogramm, die Ladezeit bei drei Stunden. 

Der C2 Vision für 645 Euro ergänzt eine Kamera, die laut Wybot Schmutz und Hindernisse erkennen soll. Bei der Beckengröße widerspricht sich die Produktseite selbst: Sie nennt sowohl 150 m² als auch 200 m². 

Oberklasse S2 und S3

Der S2 kostet 799,99 Euro und ist laut Hersteller für Becken bis 300 m² ausgelegt. Wybot gibt einen 7.800-mAh-Akku, bis zu 210 Minuten Laufzeit, drei Stunden Ladezeit, ein Infrarot-Navigationssystem und 8,5 Kilogramm Gewicht an. Die Variante S2 Vision mit Kamera kostet 999,99 Euro. 

Das teuerste Modell ist der S3 für 2.499,99 Euro. Er kartiert das Becken laut Wybot bei der ersten Fahrt dreidimensional, fährt nach der Reinigung selbst an eine Andockstation, wird dort geladen und entleert seinen Schmutzbehälter in einen 10-Liter-Sammelbehälter. Wybot verspricht damit bis zu 30 Tage ohne Eingriff. Die Station lässt sich per Netzteil oder Solarmodul laden. Der Hersteller nennt 150 Minuten Laufzeit und Becken bis 15 Meter Länge. 

Der F1 für 322,49 Euro ist kein Bodenroboter, sondern ein solarbetriebener Skimmer, der Laub von der Wasseroberfläche sammelt. Wybot gibt einen 7-Liter-Korb sowie 8 Stunden Dauerbetrieb oder 24 Stunden mit Pausen an. 

Was unabhängige Tests zeigen

Marius Nann hat für das Portal homeandsmart.de den C2 und den S2 in einem foliierten Becken von 7 mal 3,5 Metern getestet. Den C2 bewertete er mit 90 von 100 Punkten. Er lobt Navigation und Hinderniserkennung schon bei der ersten Fahrt; als Schwächen nennt er, dass das Bluetooth-Signal unter Wasser nicht durchkommt, das Gerät vor dem Laden trocknen muss und die Reinigung nicht von selbst beendet, wenn das Becken sauber ist. Der S2 erhielt 82 von 100 Punkten. Er lief im Modus „Wände dann Boden“ über 3,5 Stunden und damit länger als vom Hersteller angegeben. Kritik gab es am Gewicht von 9 Kilogramm und daran, dass Reinigungszyklen nur im Bodenmodus einstellbar sind. 

Den B1 testete Smartzone in einem achteckigen Holzpool mit Folie. Gemessen wurden bis zu 120 Minuten im reinen Bodenmodus, mit Wandreinigung 80 bis 90 Minuten. Der Tester bemängelt, dass sich die Modi nur per App wählen lassen, die Navigation „hölzern“ wirke und sich der Ladeanschluss mit Wasser fülle. Das Gerät hatte Wybot gestellt. 

Netzwelt verglich im Juni 2026 fünf Poolroboter in einem rund 12 mal 6 Meter großen Becken in Italien. Der S3 kam mit der Note 2,3 auf Platz drei hinter zwei Beatbot-Modellen. Die Tester schreiben, er habe sich „in Ecken oder an der flachen Seite unseres Pools“ gelegentlich verirrt und dann länger oder einen zweiten Durchgang gebraucht. 

Roboterwelt Redaktion

Die Angaben in diesem Artikel wurden am 3. Oktober 2026 anhand der genannten Quellen geprüft.

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