Dusty Robotics koppelt Layoutroboter mit Leicas Lasertracker AT500

Der Baustellen-Druckroboter FieldPrinter 2 von Dusty Robotics lässt sich seit Juli 2025 auch mit dem Lasertracker Leica AT500 von Hexagon betreiben. Die Firmen versprechen schnelleres Einrichten auf der Baustelle.

Von Roboterwelt RedaktionAktualisiert 3 Min. LesezeitQuellen: 4
KI-generierte Illustration: fahrender Roboter in einem Rohbau mit Betonsäulen, daneben ein Messgerät auf einem Stativ
Foto: KI-generiert (Roboterwelt)

Was angekündigt wurde

Am 23. Juli 2025 gab Dusty Robotics bekannt, den Leica Absolute Tracker AT500 aus Hexagons Sparte Manufacturing Intelligence einzusetzen. Laut der gemeinsamen Pressemitteilung verkürzt das Gerät in Kombination mit dem FieldPrinter 2 vor allem die Einrichtzeit und vereinfacht die Bedienung. Dusty nennt als Zielmärkte Rechenzentren, Krankenhäuser und Fertigungsanlagen, die die Mitteilung als besonders kritische Umgebungen bezeichnet. 

Der AT500 ersetzt die bisherige Ausrüstung nicht. Dusty bietet ihn nach eigenen Angaben neben den bereits vorhandenen Tracker-Optionen für den FieldPrinter 2 an. 

Tessa Lau, Gründerin und Chefin von Dusty Robotics, sagte in der Mitteilung: „Der AT500 verringert die Reibung zwischen digitalen Modellen und der Ausführung auf der Baustelle. Wir haben gesehen, dass Teams mit dieser Integration die Zeit für Aufbau und Umsetzen deutlich verkürzen.“ (Übersetzung) Zahlen dazu nennt die Mitteilung nicht. 

Wie Roboter und Tracker zusammenarbeiten

Der FieldPrinter ist ein fahrender Roboter, der das Layout aus Revit- oder AutoCAD-Modellen direkt auf den Boden der Baustelle druckt, als Vorlage für die nachfolgenden Gewerke. Damit die Linien am richtigen Ort landen, muss ein externes Messgerät die Position des Roboters ständig bestimmen. 

Diese Rolle übernimmt der AT500. Neu ist laut Hexagon die schlanke Schnittstelle LMF-embedded (LMF-e), über die der Tracker direkt mit eingebetteten Linux-Systemen kommuniziert. Dadurch kann der FieldPrinter 2 seine Fahrbahn dynamisch korrigieren, ohne dass dafür ein aufwendiges Echtzeit-Funktionspaket für Industrial Ethernet nötig ist. 

Zum Gerät selbst macht Hexagon folgende Angaben: Das Messvolumen reicht bis zu 320 Meter im Durchmesser, das Gehäuse ist nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt, ein separater Controller entfällt, die Akkus lassen sich im laufenden Betrieb tauschen. Eine Funktion namens PowerLock soll den Roboter automatisch wiederfinden und weiterverfolgen, wenn die Sichtlinie unterbrochen wurde. 

Die Kombination erweitert laut Mitteilung auch Dustys Funktion zur Bodenhöhenmessung: Teams sollen damit Ebenheit und Abweichungen des Bodens erfassen können. 

Unterschiedliche Angaben zur Genauigkeit

Dusty Robotics beziffert die Genauigkeit seines Systems in der Pressemitteilung und auf der eigenen Website mit 1/16 Zoll, umgerechnet etwa 1,6 Millimeter. Chris Jundt, bei Hexagon für Tracker-Vertrieb in Nordamerika zuständig, schrieb im November 2025 in einem Gastbeitrag für das Portal RoboticsTomorrow dagegen von „zehnmal schnelleren Layouts und Submillimeter-Genauigkeit“ (Übersetzung). Im selben Beitrag nennt er wiederum die 1/16 Zoll als Ergebnis, das Bauunternehmen sehen. Belastbar ist damit die Herstellerangabe von Dusty selbst; die Submillimeter-Aussage bleibt eine Werbeaussage des Tracker-Lieferanten. 

Größenordnung

In der Pressemitteilung vom Juli 2025 gibt Dusty an, Bauunternehmen hätten mit seinen Robotern Layouts auf mehr als 100 Millionen Quadratfuß (rund 9,3 Millionen Quadratmeter) gedruckt. Jundts Beitrag vom November 2025 nennt bereits mehr als 200 Millionen Quadratfuß, ohne zu erklären, worauf sich der Sprung stützt. Als Kunden führt Dusty unter anderem Mortenson, McCarthy, Skanska, Turner und DPR Construction. Das System ist laut Website nur in Nordamerika erhältlich. 

Roboterwelt Redaktion

Die Angaben in diesem Artikel wurden am 3. Oktober 2026 anhand der genannten Quellen geprüft.

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