Ecovacs Deebot D35 – der solide Staubsaugroboter für den kleinen Geldbeutel

Der Staubsaugroboter Deebot D35 ist das Einstiegsmodell des chinesischen Herstellers Ecovacs. Für rund 200€ erhält man einen Roboter, der programmierbar ist und durch seine flache Bauweise zu gefallen weiß. Wir haben ihn auf Herz und Nieren geprüft.

Von Sebastian ScholtysekAktualisiert 4 Min. LesezeitQuellen: 4

Wer kennt das nicht: Man kommt von einem langen Tag nach Hause, will sich ausruhen und einfach nur noch die Füße hochlegen. Doch das hat man schon die Tage zuvor gemacht. Das Resultat ist, dass die Wohnung aussieht wie bei Hempels unterm Sofa. Und man denkt sich, wie schön wäre es doch, wenn man eine Haushaltshilfe hätte; einen Staubsaugroboter beispielsweise, der in der Zeit, in der man außer Haus ist, das lästige Staubsaugen des verschmutzten Bodens bereits verrichtet hätte. Solch ein Gefährt müsste programmierbar sein. Die Roboter, die dies können, sind zumeist sehr teuer. Nicht so der Ecovacs Deebot D35. Für einen Preis von unter 200€ verspricht der Deebot D35, seine Arbeit zur vorprogrammierten Zeit zu starten. Wir haben die Niedriglohnkraft getestet. 

Einfache Programmierung

Einmal ausgepackt, fällt der Deebot D35 durch seine flache Bauweise – die Höhe beträgt 5,8 Zentimeter – auf, die es ihm ermöglicht, auch unter Schränken und Sofas zu saugen. Auch sein Design weiß auf Anhieb zu gefallen. Mit an der Frontseite angebrachten Infrarotsensoren navigiert der Roboter. Das Bürstensystem des D35 besteht aus zwei Seitenbürsten, die den Schmutz zur Düse kehren. Neben zwei weiteren Ersatzbürsten sind auch eine Ladestation und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang enthalten. 

Weiß-roter Saugroboter Ecovacs Deebot D35 auf einer hellen Fensterbank neben drei weißen Kerzen auf Holzklötzen, dahinter eine Glasscheibe mit grünem Bambusdekor
Der Ecovacs Deebot D35 ist ein programmierbarer Staubsaugroboter.Foto: Ecovacs Robotics

Die Programmierfunktion ist einfach zu bedienen. Man hält einfach den Startknopf gedrückt, bis ein Piepen erklingt. Dieses signalisiert, dass der Roboter seinen Dienst zwölf Stunden später beginnen wird. Will man den Roboter beispielsweise täglich um 7:00 zum Saugen ausrücken lassen, muss die Programmierung um 19:00 vorgenommen werden. 

Saugleistung mehr als ordentlich

Die Saugleistung des Deebot D35 ist mehr als zufriedenstellend. In unserem Test (siehe Video) konnte der Saugroboter von 100 Gramm Schmutz ordentliche 72 Gramm aufsaugen. Schwierigkeiten hatte er allerdings mit dem Saugen in Ecken, wo er etwas nachlässig arbeitete. Die Reinigung in den Ecken fällt aber beinahe allen Staubsaugerrobotern auf dem Markt schwer. So kann auch derjenige, der einen Saugroboter besitzt, nicht gänzlich auf einen herkömmlichen Sauger verzichten. Denn in den Ecken muss der Mensch bislang immer noch nachhelfen. 

Vor dem Saugen sollten unbedingt Kabel vom Boden weggeräumt werden. In diesen kann sich der Deebot D35, trotz Hinderniserkennung, nämlich verfangen. Auch Teppichfransen sind für den Roboter tückisch. Ansonsten weicht er allen sich im Weg befindlichen Objekten problemlos aus. Die Fallsensoren verhindern zudem Stürze von Treppenstufen. Obwohl der Deebot in erster Linie für Hartböden gedacht ist, zeigte sich bei unserem Test, dass man ihn auch bedenkenlos auf Kurzhaarteppichen einsetzen kann. Sobald der Akku leer ist oder man ihm mit einem Tastendruck den Befehl dazu gibt, kehrt der Deebot zur Station zurück. 

Roter Saugroboter Ecovacs Deebot D35 auf Holzparkett, halb unter einem niedrigen weißen Möbelstück
Aufgrund seiner flachen Bauweise kann der Deebot D35 unter vielen Schränken und Sofas saugen.Foto: Ecovacs Robotics

Schwierige Behälterentleerung

Während das Herausholen des Staubbehälters aus dem Deebot D35 noch recht einfach und mit wenigen Handgriffen getan ist, ist die Öffnung des selbigen problematisch. Bei der Abnahme des Filters kann es nämlich passieren, dass man unfreiwillig Schmutz aus dem Behälter befördert. Da es sich bei dem Filter zudem um keinen HEPA-Filter handelt, ist der Sauger nicht für Allergiker zu empfehlen. 

Laut Ecovacs beträgt die Lautstärke des Deebot D35 52 Dezibel. Bei unseren Testmessungen ergab sich aber ein Wert von 74,2 Dezibel. Hierbei ist anzumerken, dass sich unser Messgerät in unmittelbarer Nähe des Saugers befand. 

Fazit

Alles in allem konnte uns der Ecovacs Deebot D35 in unserem Test überzeugen.
Pluspunkte sind seine flache Bauweise, die akzeptable Saugleistung und die Absturzsicherung. Auch das Programmieren erwies sich als Kinderspiel. Allerdings sind andere Einstellungen als das Festlegen des Zeitpunkts, wann er seinen Saugvorgang am Tag starten soll, nicht möglich.
Minuspunkte sind die schwierige Entleerung des Staubbehälters und die allzu knappe Anleitung. Aufgrund des hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses ist der Deebot D35 dennoch eine gute Wahl. 

Nachtrag der Redaktion (Oktober 2026)

Der Deebot D35 ist nicht mehr erhältlich: Ecovacs führt ihn nicht mehr, die frühere deutsche Produktseite leitet auf die Startseite um, und das aktuelle DEEBOT-Sortiment besteht aus Modellen der Reihen X, T, N und mini. Die im Test genannten Preise sind Preise von 2015. 

Sebastian Scholtysek
Redakteur

Die Angaben in diesem Artikel wurden am 4. Oktober 2026 anhand der genannten Quellen geprüft.

Mehr zu Haushalt & Garten

Alle 32 Beiträge