Navimow H5 Pro: Mähroboter mit ausfahrbarem Arm für die Rasenkante

Segway Navimow hat auf der IFA 2026 den H5 Pro gezeigt, dessen Mähwerk an einem ausfahrbaren Arm bis an Mauern, Zäune und Beete reichen soll. In den Handel kommen soll er Anfang 2027, einen Preis nennt der Hersteller noch nicht. Außerdem meldet Navimow die millionste Maschine.

Von Roboterwelt Redaktion4 Min. LesezeitQuellen: 5
Grau-schwarzer Allrad-Mähroboter Navimow X420 mit vier groben Stollenrädern und Kameraaufsatz fährt schräg von hinten gesehen über einen gemähten Rasen, links eine helle Mähbahn mit zwei aufgemalten Pfeilen
Den H5 Pro gibt es noch nicht zu kaufen. Das Bild zeigt den Allrad-Mähroboter Navimow X420 aus unserem Katalog. Foto: Segway

Mähroboter lassen an Mauern, Zäunen und Beeten meist einen Streifen stehen, der von Hand nachgeschnitten werden muss. Diesen Rest will Segway Navimow mit dem H5 Pro beseitigen, den das Unternehmen auf der IFA 2026 in Berlin vorgestellt hat. Sein Mähwerk sitzt an einem ausfahrbaren Arm, der es bis an die Begrenzung heranführen soll. Laut der deutschen IFA-Seite des Herstellers ist der H5 Pro ab Anfang 2027 erhältlich. Einen Preis und die empfohlene Rasenfläche nennt Navimow bislang nicht, im deutschen Herstellershop ist das Gerät noch nicht gelistet. 

So soll der Mäharm arbeiten

Der Arm, von Navimow EdgeMaestro genannt, fährt nach Herstellerangaben um 7,7 Zentimeter aus, die Software EdgeSense steuert die Bewegung. Für die Kante nutzt der H5 Pro dieselbe Mähscheibe wie für die Fläche, ein separates Zusatzmesser gibt es nicht. Der Arm ist schwimmend gelagert: Er soll Bodenwellen folgen und seitlich nachgeben, wenn er etwa an eine Bodenleuchte stößt. Ein rechenartiges Bauteil zieht das Gras an der Kante zum Messer, zwei Führungsräder sollen die Reibung entlang der Begrenzung verringern. 

Ein Schutz an der Mähscheibe soll herumfliegendes Schnittgut reduzieren, eine Sturzerkennung das Abkippen an Grundstückskanten verhindern. Beim Kantenmähen gibt Navimow einen Geräuschpegel von 58 dB(A) an. Wie gut das an geschwungenen Beeten oder Tischbeinen funktioniert, wie der Hersteller verspricht, lässt sich erst an Seriengeräten prüfen. 

Allradantrieb, Navigation und Wärmesensor

Angetrieben wird der H5 Pro von vier Radnabenmotoren ohne Antriebswellen und Differenziale, dazu kommt eine Federung an der Hinterachse. Laut Navimow schafft er Steigungen bis 80 Prozent (38,6 Grad) und Hindernisse bis 6 Zentimeter Höhe. Was solche Steigungsangaben in der Praxis bedeuten, erklärt unser Beitrag Mähroboter am Hang. Zur Ortung kombiniert das System EFLS Tri-Fusion LiDAR, Kamerabild und Netzwerk-RTK, also satellitengestützte Positionierung mit Korrekturdaten über das Mobilfunknetz. 

Für die Hinderniserkennung nennt Navimow drei KI-Kameras, LiDAR und einen Wärmesensor, der Kleintiere auch bei Dunkelheit und Nebel erkennen soll. Erkennt das Gerät ein Tier, stoppt es die Messer und fährt eine andere Route. Parallel hat Navimow eine Partnerschaft mit dem Verein Igelhilfe Schulzendorf e.V. angekündigt, den das Unternehmen mindestens ein Jahr finanziell unterstützen will und in dessen Pflegestation es Produkttests durchführt. Die Navimow-App bietet laut Hersteller einen Modus, der nächtliches Mähen sperrt. 

Wo sich der H5 Pro einordnet

Navimow teilt seine Geräte für Privatgärten in die Serien i, H und X. Im deutschen Herstellershop sind derzeit vor allem die i2- und die X4-Serie bestellbar, ältere H-Modelle (H500-VF bis H3000-VF) werden dort als nicht verfügbar geführt. Der H5 Pro verbindet Merkmale beider Linien: Die Dreifach-Ortung mit LiDAR hat Navimow bereits in der i2-LiDAR-Pro-Serie im Einsatz, etwa im i220 LiDAR Pro, der laut Datenblatt 55 Prozent Steigung schafft. Vierradantrieb hat dagegen die X4-Serie wie der X420, der ohne LiDAR auskommt und laut Datenblatt bis 84 Prozent Steigung bewältigt. Alle aktuellen Navimow-Modelle in unserem Katalog finden sich bei den Mährobotern. 

Eine Million Mähroboter gebaut

Schon im Frühjahr hatte Navimow einen Produktionsrekord gemeldet. Am 24. April 2026 feierte das Unternehmen in seinem Werk im chinesischen Changzhou die millionste gebaute Maschine, die deutsche Mitteilung dazu erschien am 10. Juli. Gefertigt wird in Changzhou und Nantong, hinzu kommt eine neue Produktionslinie in Malaysia, die vor allem die Märkte in Europa und Amerika beliefern soll. Die ersten Geräte hat Navimow nach eigenen Angaben 2022 ausgeliefert. Heute ist die Marke laut Mitteilung in mehr als 40 Ländern und Regionen erhältlich und wird über mehr als 5.000 Ladengeschäfte verkauft. 

Navimow ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen Ninebot Limited. Die Angabe, weltweit die Nummer eins bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel zu sein, stützt das Unternehmen auf eine Euromonitor-Erhebung nach verkauften Stückzahlen in den Jahren 2024 und 2025. Die Erhebung selbst liegt uns nicht vor, die Platzierung lässt sich daher nur als Herstellerangabe wiedergeben. 

Segway Navimow i220 LiDAR Pro – Allrad-Mähroboter mit LiDAR, Netzwerk-RTK und Kamera für bis zu 2.000 m²
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Segway Navimow X420 – Allrad-Mähroboter mit Netzwerk-RTK und 360°-Kamera für bis zu 2.000 m²
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Häufige Fragen

Wann kommt der Navimow H5 Pro auf den Markt?

Laut der deutschen IFA-Seite von Navimow ist der H5 Pro ab Anfang 2027 erhältlich. Einen genauen Termin, einen Preis und die empfohlene Rasenfläche hat der Hersteller noch nicht genannt. 

Wie mäht der H5 Pro bis an die Rasenkante?

Das Mähwerk sitzt an einem schwimmend gelagerten Arm, der nach Herstellerangaben um 7,7 Zentimeter ausfährt. Für die Kante nutzt der H5 Pro dieselbe Mähscheibe wie für die Fläche, ein rechenartiges Bauteil zieht das Gras zum Messer. 

Wie schützt der H5 Pro Igel?

Neben Kameras und LiDAR hat der H5 Pro einen Wärmesensor, der Kleintiere auch bei Dunkelheit erkennen soll. Erkennt er ein Tier, stoppt er die Messer und fährt eine andere Route. Außerdem lässt sich nächtliches Mähen in der App sperren. 

Wie viele Mähroboter hat Navimow bisher gebaut?

Nach eigenen Angaben hat Navimow am 24. April 2026 im Werk Changzhou die millionste Maschine gefeiert. Gefertigt wird in Changzhou und Nantong, eine neue Linie in Malaysia soll Europa und Amerika beliefern. 

Roboterwelt Redaktion

Alle Zahlen in diesem Artikel wurden am 17. Oktober 2026 geprüft.

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