Sichler PCR 3550 UV – Der Saugroboter mit UV-Lampe

Staubsaugroboter mit UV-Lampe sind die Ausnahme auf dem heiß umkämpften Markt der saugenden Roboter. Der PCR 3550 UV von Sichler ist einer davon. Wir haben ihn getestet.

Von Sebastian ScholtysekAktualisiert 5 Min. LesezeitQuellen: 5

Wer die Entscheidung trifft, sich einen Staubsaugroboter anzuschaffen und dabei seinen Investitionsrahmen von, sagen wir mal, 200 bis 400 Euro absteckt, der hat wahrlich die Qual der Wahl. Denn im Mittelklassesegment tummeln sich Dutzende von Saugrobotern, die sich in ihren Leistungsmerkmalen und der Ausstattung kaum unterscheiden: Fernbedienung, Ladestation, HEPA-Filter, virtuelle Wände, Sensoren zur Schmutzerkennung gehören mittlerweile zum Standard. Nach welchen Kriterien also entscheiden? Ein Feature, mit dem nur eine Handvoll Sauger aufwarten können, ist eine UV-Lampe. An der Unterseite des Gerätes angebracht, soll diese für eine wirksame Desinfektion des Bodens sorgen. Könnte dieses also das entscheidende Kriterium sein? Wir sind der Frage nachgegangen und haben mit dem Sichler PCR 3550 UV einen Roboter mit UV-Desinfizierungslampe getestet. 

Verarbeitung überzeugt

Der PCR 3550 UV kommt mit seiner roten Außenverschalung und schlichten runden Form wirklich schick daher. Sein vergleichsweise hohes Gewicht von 3,4 Kilogramm deutet auf eine robuste Bauweise hin, ist aber, gerade wenn man den Roboter von einem Raum in einen anderen trägt, eher von Nachteil. Mit einer Höhe von 8,5 Zentimetern ist der PCR 3550 UV dafür recht flach und gelangt so auch unter niedrige Möbel. Zum Lieferumfang gehören neben dem Roboter selbst, eine Bedienungsanleitung, eine Fernbedienung, eine Ladestation, ein zusätzlicher HEPA-Filter, eine Reinigungsbürste und zwei Wischtücher (mit einem davon kann der Roboter optional bestückt werden). Vermisst haben wir eine Infrarot-Schranke. So besitzt der PCR 3550 UV zwar die Funktion der virtuellen Abgrenzung, das heißt mithilfe einer passenden Infrarotschranke lässt sich eine unsichtbare Linie ziehen, die der Roboter nicht überfährt. Allerdings muss eine solche Infrarotschranke nachbestellt werden (Kostenpunkt 16,90 €). Etwas mehr als drei Stunden dauerte es in unserem Test, bis der Akku voll aufgeladen war. 

Roter Saugroboter Sichler PCR 3550 UV schräg von oben auf Holzboden
Schickes Äußeres – Der Sichler PCR 3550 UV.Foto: Roboterwelt.de

Ultraschallsensoren erkennen Hindernisse

Auf unserer zehn Quadratmeter großen Testfläche verteilten wir 100 Gramm Sand und Konfetti und ließen den Sichler PCR 3550 UV von der Leine. Sensoren zur Raumerkennung besitzt der Saugroboter nicht, dafür aber Ultraschallsensoren an der Front, mit denen er vor ihm liegende Objekte und Wände erkennt. Mit dieser Fähigkeit ausgestattet, zieht er seine Bahnen im automatischen Modus mehr oder weniger systematisch: Zunächst fährt er dabei so lange in eine Richtung bis er auf ein Hindernis stößt, dreht dann um und fährt etwas versetzt in die andere Richtung zurück bis er abermals ein Objekt vor sich erkennt. Neben dem automatischen Modus verfügt er auch über einen Spot-Reinigungs-Modus – dann säubert der PCR 3550 UV mit schraubenförmigen Drehbewegungen den Boden –, Eckenreinigungs-Modus für eine effektivere Reinigung in Ecken und Kanten und S-Form-Reinigungs-Modus, bei dem der PCR 3550 UV die Reinigung in Schlangenlinien ausführt. 

Sichler PCR 3550 UV dreht sich bewegungsunscharf auf dem Holzboden der Roboterwelt-Testfläche, daneben Stuhl und Rucksack
Im Spot-Modus geht der PCR 3550 UV besonders gründlich zu Werke.Foto: Roboterwelt.de

Zufriedenstellende Saugleistung

Nach 80 Minuten kehrte der PCR 3550 UV zur Station zurück. Die Entleerung des mit einem Volumen von 500 Millilitern recht großen Staubbehälters gestaltete sich äußerst leicht. Sehr gute 91 Gramm konnte der PCR 3550 UV aufsaugen. Ein Ergebnis, mit dem er selbst dem Referenz-Saugroboter, dem Roomba 880, Paroli bieten kann. Dies alles tat er angenehm leise: Lediglich 55 Dezibel betrug der Lärmpegel während unseres Tests. Damit ist er zweifellos einer der geräuschärmsten Roboterstaubsauger überhaupt. Positiv ist zudem das doppelte Filtersystem, das aus einem HEPA-Filter und einem zusätzlichen herkömmlichen Staubfilter besteht. Mit der beigefügten Reinigungsbürste kann man sowohl den Staubbehälter als auch die seitlichen Bürsten reinigen. Für letztere sind im Lieferumfang keine Austauschexemplare enthalten. Gerade da diese auf uns nicht unbedingt einen langlebigen Eindruck machten, wären diese wünschenswert gewesen. 

UV-Lampe im Miniatur-Format

Wie eingangs angemerkt, ist das herausstechende Merkmal des PCR 3550 UV seine UV-Lampe, die den Boden desinfizieren soll. Zweifellos ist der Versuch, das Saugen noch reinlicher zu machen, gut gemeint. Allerdings misst die UV-Lampe gerade einmal zwei Mal drei Zentimeter und ist damit derart klein, dass es zweifelhaft ist, ob diese den Boden wirklich desinfizieren kann. Alles andere als sinnlos ist hingegen die Programmierfunktion, mit der der Saugroboter spielend leicht so programmiert werden kann, dass er tagtäglich zur vorgegebenen Zeit seine Arbeit autonom verrichtet. Auch die Fernbedienung ist ein nettes Extra, das den Bedienkomfort erhöht. Mit ihr kann die Fahrtrichtung des Saugers und der Arbeitsmodus geändert sowie dem Sauger der Befehl erteilt werden, zur Station zurückzukehren. 

Unterseite des PCR 3550 UV mit Antriebsrad, kleiner UV-Lampe hinter Klarsichtabdeckung und Typenschild NC-5725
Die UV-Desinfektionslampe des PCR 3550 UV ist recht klein.Foto: Roboterwelt.de

Fazit

Zugegeben, die UV-Desinfizierungslampe des PCR 3550 UV ist aufgrund ihrer geringen Ausmaße kein Pluspunkt geschweige denn kaufentscheidendes Merkmal. Dennoch machte der Saugroboter von Sichler in unserem Test eine gute Figur. Er überzeugte mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem ansprechenden Design und einer mehr als respektablen Saugleistung. Besonders positiv ist der niedrige Lärmpegel, mit dem er seine Arbeit verrichtet. Die Programmierfunktion und die Fernbedienung sorgen für einen hohen Bedienkomfort. Da er einen HEPA-Filter besitzt, ist er auch für Haustierbesitzer eine Alternative. Abzüge gibt es für das Fehlen einer Infrarotschranke im Lieferumfang. Derzeit ist der PCR 3550 UV für rund 200 Euro im Handel erhältlich. Damit besitzt er ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Nachtrag der Redaktion (Oktober 2026)

Pearl, der Vertreiber der Marke Sichler, führt den PCR 3550 UV (Artikelnummer NC-5725) inzwischen als „nicht mehr lieferbar“, ebenso den passenden Ersatzakku; das Ersatzfilter-Set wird noch angeboten (Stand 04.10.2026). Die im Test genannten Preise (rund 200 Euro für den Roboter, 16,90 Euro für die Infrarotschranke) sind Preise von Januar 2016. 

Sichler
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Sebastian Scholtysek
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Die Angaben in diesem Artikel wurden am 4. Oktober 2026 anhand der genannten Quellen geprüft.

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