Tesla meldet Produktionsstart von Optimus in Fremont

Im Bericht zum dritten Quartal 2026 meldet Tesla den Produktionsstart seines humanoiden Roboters Optimus im Werk Fremont. Stückzahl, Version und Preis nennt das Unternehmen nicht. Lieferungen an Kunden außerhalb von Tesla stellt Elon Musk für Ende 2027 in Aussicht.

Von Roboterwelt Redaktion4 Min. LesezeitQuellen: 4
Weißer humanoider Roboter Optimus mit schwarz glänzendem Kopf und TESLA-Schriftzug auf der Brust hebt bei einer abendlichen Veranstaltung unter Bäumen eine Hand mit gespreizten schwarz-weißen Fingern, dahinter Besucher und ein beleuchteter Pavillon
Optimus bei Teslas Veranstaltung „We, Robot“ im Oktober 2024 in Kalifornien. Die Roboter dort wurden nach Angaben des Fotografen ferngesteuert; welche Version jetzt in Fremont gebaut wird, sagt Tesla nicht. Foto: Steve Jurvetson (CC BY 2.0)

Tesla hat am 21. Oktober 2026 mit dem Bericht zum dritten Quartal den Produktionsstart seines humanoiden Roboters Optimus gemeldet. Die Fertigung habe im Werk Fremont in Kalifornien auf den Linien für hohe Stückzahlen begonnen. „Die Roboter, die von dieser Linie kommen, sind die ersten Roboter in Serienqualität, die wir gebaut haben“, heißt es im Bericht (Übersetzung). Hardware und Fertigungsprozess will Tesla weiter überarbeiten, hält den jetzigen Prozess aber für tauglich für ein kommerzielles Produkt. In der Kapazitätstabelle des Berichts steht Optimus für Kalifornien mit dem Status „Early Ramp“ und für Texas mit „Construction“; eine Kapazitätszahl fehlt bei beiden Einträgen. 

Was Tesla nicht sagt

Wie viele Roboter bisher gebaut wurden, welche Version in Fremont entsteht, wann genau die Linie angelaufen ist und was ein Optimus kosten soll, steht weder im Quartalsbericht noch wurde es in der Telefonkonferenz am selben Abend genannt. Die für 2026 angekündigte dritte Generation kommt in beiden Quellen nicht vor. Elon Musk sprach in der Konferenz von einer „frühen Produktion“ auf der Linie in Fremont und sagte, am Design werde noch gearbeitet, vor allem an der Hand. Ob Optimus inzwischen in Teslas eigenen Fabriken arbeitet, kam nicht zur Sprache. 

Musks Zeitplan: 20.000 Stück pro Woche in gut einem Jahr

Für den Hochlauf nannte Musk ein Ziel von 20.000 Robotern pro Woche. Dorthin brauche Tesla „wahrscheinlich mindestens ein Jahr, vielleicht etwas länger“ (Übersetzung). Der Anfang der S-Kurve verlaufe flach und „etwas holprig“, weil das Produkt so grundlegend neu sei; rund 10.000 Dinge müssten bei der Produktion richtig laufen. Die ersten Roboter sollen nicht verkauft werden: Tesla baut nach Musks Worten eine „Optimus Academy“ auf, in der die Roboter ein breites Spektrum von Aufgaben üben und so Trainingsdaten erzeugen. Dafür brauche es in der Größenordnung von 10.000 bis 20.000 Roboter. 

Lieferungen an Unternehmen außerhalb von Tesla erwartet Musk „gegen Ende des nächsten Jahres“, also Ende 2027, zunächst für industrielle Anwendungen mit gefährlichen oder monotonen Aufgaben. Im Januar 2025 hatte er externe Auslieferungen noch als grobe Schätzung für die zweite Hälfte 2026 in Aussicht gestellt. Finanzchef Vaibhav Taneja sagte, die Kosten je Roboter näherten sich intern dem Niveau, das Tesla für den Cybercab erwarte; für eine Festlegung sei es zu früh, weil sich das Design noch ändere. Eine zweite Fabrik in Austin solle deutlich mehr Roboter bauen können als Fremont. 

Die Zahlen des Quartals

Kennzahl (GAAP) 

Q3 2025 

Q3 2026 

Veränderung 

Umsatz 

28,10 Mrd. US-Dollar 

28,05 Mrd. US-Dollar 

0 % 

Operatives Ergebnis 

1,62 Mrd. US-Dollar 

0,72 Mrd. US-Dollar 

−56 % 

Nettogewinn (Stammaktionäre) 

1,37 Mrd. US-Dollar 

0,79 Mrd. US-Dollar 

−43 % 

Forschung und Entwicklung 

1,63 Mrd. US-Dollar 

2,76 Mrd. US-Dollar 

+69 % 

Fahrzeugauslieferungen 

497.099 

486.532 

−2 % 

Quelle: Tesla, Q3 2026 Update, 21. Oktober 2026. Den Rückgang beim operativen Ergebnis begründet Tesla vor allem mit höheren Betriebskosten für „Super Intelligence“ und andere Forschungsprojekte, mit Aktienvergütung einschließlich des Vergütungspakets für Musk und mit geringeren Erlösen aus Emissionsgutschriften. Wie viel davon auf Optimus entfällt, weist Tesla nicht aus. Die Rechenkapazität für das Training, die laut Bericht auch der Autonomiesoftware des Roboters dient, soll bis Jahresende 400 Megawatt erreichen. 

Was belegt ist und was nicht

Belegt ist durch Teslas eigenen Bericht, dass in Fremont eine Optimus-Fertigung läuft und dass Tesla die gebauten Roboter als serienreif einstuft. Alles Weitere sind Ankündigungen: die 20.000 Stück pro Woche, die Lieferungen an externe Kunden Ende 2027, die Kosten in der Nähe des Cybercab. Stückzahl, Version und Preis bleiben offen. Was Musk seit 2021 angekündigt hat und was davon eingetreten ist, zeigt unsere Analyse zu Tesla Optimus. Für Europa nennt Tesla weder einen Vertriebsstart noch Zulassungsfragen; der Bericht erwähnt den Roboter ausschließlich im Zusammenhang mit den Werken in Kalifornien und Texas. 

Häufige Fragen

Wo baut Tesla den Roboter Optimus?

Laut Teslas Bericht zum dritten Quartal 2026 hat die Produktion im Werk Fremont in Kalifornien begonnen. Eine zweite Fertigung in Texas führt Tesla mit dem Status „im Bau“. 

Wie viele Optimus-Roboter hat Tesla gebaut?

Eine Stückzahl nennt Tesla nicht. Elon Musk sprach in der Telefonkonferenz am 21. Oktober 2026 von einer frühen Produktion; das Ziel von 20.000 Robotern pro Woche soll nach seinen Worten mindestens ein Jahr, vielleicht etwas länger brauchen. 

Kann man Optimus kaufen?

Nein. Die ersten Roboter sollen in einer „Optimus Academy“ Aufgaben üben und Trainingsdaten liefern. Lieferungen an Unternehmen außerhalb von Tesla erwartet Musk gegen Ende 2027, zunächst für industrielle Anwendungen. Einen Preis hat Tesla nicht genannt. 

Welche Optimus-Version wird in Fremont gebaut?

Das sagt Tesla nicht. Weder der Quartalsbericht noch die Telefonkonferenz nennen eine Versionsnummer; die für 2026 angekündigte dritte Generation kommt in beiden Quellen nicht vor. 

Roboterwelt Redaktion

Alle Angaben in diesem Artikel wurden am 22. Oktober 2026 geprüft.

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