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Makeblock mBot: Welches Modell für wen?

von Roboterwelt Redaktion6. Oktober 2026
Fünf Makeblock-Roboter vor weißem Hintergrund: oben der blaue mBot mit Ultraschallsensor, der weiße Codey Rocky mit leuchtenden Punktaugen und ein mBot2 mit aufgebautem Greifarm und grünem Ball, unten der mBot Ranger als Kettenfahrzeug und der Ultimate 2.0 als Kettenroboter mit Greifarm, der einen weißen Ball hält
Die mBot-Familie und Codey Rocky: oben mBot, Codey Rocky und mBot2 mit Smart-World-Greifarm, unten mBot Ranger und Ultimate 2.0.© Makeblock, bearbeitet

mBot, mBot2, mBot Neo, Ranger, Ultimate: Die Lernroboter von Makeblock sehen sich ähnlich, führen aber in verschiedene Richtungen. Entscheidend ist weniger das Alter auf dem Karton als die Frage, wohin das Programmieren später führt – zu Arduino-Code oder zu Python. Ein Vergleich der sechs Produkte aus unserem Katalog, einschließlich des schraubenfreien Codey Rocky. 

Wer einen Lernroboter von Makeblock sucht, stößt auf eine ganze Namensfamilie: mBot, mBot2, mBot Neo, mBot Ranger, mBot Ultimate. Dazu kommen Erweiterungspakete und mit Codey Rocky ein Roboter, der nicht mBot heißt, aber mit derselben Software programmiert wird. Äußerlich ähneln sich die Bausätze stark, blaues Aluminium und ein Ultraschallsensor als Augenpaar gehören fast immer dazu. Technisch führen sie in unterschiedliche Richtungen. 

Dieser Ratgeber vergleicht die sechs Makeblock-Produkte, die in unserem Katalog geführt werden. Grundlage sind die Katalogdatensätze, gegengeprüft an den Produktseiten des Herstellers (Stand 6. Oktober 2026). Wo die Altersangabe im Makeblock-Shop und die auf der Verpackung auseinandergehen, nennen wir beide. 

Vorweg die Namensfrage: mBot2 und mBot Neo sind dasselbe Gerät. Makeblock schreibt, der mBot Neo sei in mBot2 umbenannt worden; je nach Lagerbestand werde der Roboter noch in der alten Verpackung ausgeliefert. Mit dem ursprünglichen mBot hat der mBot2 dagegen außer der Form wenig gemeinsam. 

Die Modelle auf einen Blick

Modell 

Alter (Shop / Verpackung) 

Aufbau 

Programmierung 

Stromversorgung 

Codey Rocky 

ab 6 / – 

fertig montiert 

Blöcke, Python 

Akku eingebaut 

mBot (V1.1) 

ab 6 / ab 8 

kleiner Bausatz 

Blöcke, Arduino 

4 × AA oder Akku, nicht enthalten 

mBot2 / mBot Neo 

ab 8 / ab 8 

kleiner Bausatz, rund 30 Minuten 

Blöcke, Python, C/C++ 

Akku eingebaut 

Smart World Add-on 

wie mBot2 

Erweiterung für den mBot2, drei Bauformen 

wie mBot2 

über den mBot2 

mBot Ranger 

ab 8 / ab 10 

rund 100 Teile, drei Bauformen 

Blöcke, Arduino 

6 × AA oder Akku, nicht enthalten 

mBot Ultimate 2.0 

ab 12 / ab 14 

über 160 Teile, zehn Bauformen 

Blöcke, Arduino; Python nur mit Raspberry Pi 

6 × AA oder Akku, nicht enthalten 

Alter: erste Angabe aus dem Makeblock-Shop beziehungsweise den Hersteller-FAQ, zweite von der Verpackung, wie sie die Produktfotos zeigen. Für Codey Rocky liegt uns kein Verpackungsfoto mit Altersangabe vor. 

Der eigentliche Unterschied: wohin das Programmieren führt

Alle sechs Produkte werden mit mBlock programmiert, der kostenlosen Software von Makeblock für Windows, macOS, Linux, iOS und Android. Der Einstieg erfolgt bei allen mit Blöcken im Stil von Scratch: Befehle werden als farbige Bausteine zusammengesteckt. Die Unterschiede beginnen beim nächsten Schritt. 

Die Arduino-Linie. Für mBot, Ranger und Ultimate nennt Makeblock als Sprachen Blöcke und Arduino. Wer über die Blöcke hinauswill, schreibt also Programme in C/C++ für die Arduino-Umgebung. Die Platinen heißen mCore (mBot), Me Auriga (Ranger) und MegaPi (Ultimate); Ranger und Ultimate arbeiten mit dem Mikrocontroller ATmega2560. 

Die Python-Linie. Für mBot2 und Codey Rocky nennt Makeblock Blöcke und Python. Beim mBot2 beschreibt der Hersteller den Weg so: Die Kinder beginnen mit Blöcken und steigen in derselben Software auf Python um. Zusätzlich lässt sich der Controller des mBot2, der CyberPi, über die Arduino-Umgebung in C/C++ programmieren. 

Sonderfall Ultimate 2.0. Auf der Produktseite stehen Blöcke und Arduino. Python ist laut einer Herstellergrafik nur mit einem zusätzlich angeschlossenen Raspberry Pi möglich, der nicht zum Lieferumfang gehört. 

Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer schon weiß, dass das Kind später Python lernen soll, etwa weil die Schule damit arbeitet, ist beim mBot2 richtig. Wer Elektronik, Motoren und Mechanik in den Vordergrund stellt, findet in der Arduino-Linie mehr Bauvielfalt. 

Laptop mit geöffneter Blockprogrammierung neben dem aufgebauten Ultimate-Kettenroboter mit Greifarm; darüber drei Code-Fenster mit Scratch-Blöcken, Arduino-Code und Python-Code, beim Python-Fenster der Hinweis „Zusätzlicher Raspberry Pi erforderlich“
Drei Programmierstufen beim Ultimate 2.0: Blöcke und Arduino laufen direkt, für Python ist laut Hersteller ein zusätzlicher Raspberry Pi nötig. © Makeblock

Sensoren: vom Ultraschall bis zum Mikrofon

Einen Ultraschallsensor zur Abstandsmessung und einen Sensor zum Linienfolgen haben alle Bausätze. Darüber hinaus unterscheidet sich die Ausstattung deutlich. Nach Herstellerangaben: 

  • mBot: Ultraschall, Linienfolger, Infrarot-Sender; auf der Platine Lichtsensor und Summer. 

  • mBot2: Ultraschall und Quad-RGB-Sensor; im CyberPi Lichtsensor, Mikrofon, Gyroskop und Beschleunigungssensor, dazu Display und Lautsprecher. 

  • mBot Ranger: Ultraschall, Linienfolger und Lichtsensor; auf der Platine Temperatursensor, Gyroskop, Geräuschsensor und Summer. 

  • Ultimate 2.0: Ultraschall, Linienfolger, Gyroskop und ein Modul zum Auslösen einer Kamera. 

  • Codey Rocky: LED-Matrix, Lautsprecher, Taste, Drehregler, Geräusch- und Lichtsensor, Gyroskop, Beschleunigungssensor, Infrarot-Sender und -Empfänger sowie ein Infrarot-Farbsensor. 

Der mBot2 fällt aus der Reihe, weil sein Controller ins Internet kann. Makeblock zeigt Beispiele, in denen der Roboter Daten aus dem Netz abruft, mehrere mBot2 per Funk zusammenarbeiten und in mBlock über maschinelles Lernen Bild-, Posen- und Videoerkennung ausprobiert wird. Dazu kommen Encoder-Motoren, die ihre Umdrehungen zurückmelden. 

Bauaufwand und Erweiterbarkeit

Codey Rocky ist der einzige Roboter der Reihe, der nicht gebaut werden muss. Er kommt fertig montiert aus dem Karton; der Kopf Codey lässt sich von der fahrbaren Basis Rocky abnehmen. Als kompatibel nennt Makeblock LEGO-Steine. 

mBot und mBot2 sind kleine Roboterbausätze mit Aluminium-Chassis; für den mBot2 gibt Makeblock eine Aufbauzeit von 30 Minuten an. Beim mBot stehen zwei Motor- und Servoanschlüsse sowie vier Sensoranschlüsse zur Verfügung. Der mBot2 hat acht Motor- und Servoanschlüsse und einen mBuild-Port, an dem sich mehr als zehn Module in Reihe betreiben lassen. 

Der Ranger besteht aus rund 100 Teilen und wird zu einem von drei Robotern zusammengesetzt: einem Kettenfahrzeug, einem dreirädrigen Rennwagen oder einem Zweirad, das sich selbst ausbalanciert. Makeblock bewirbt ihn für Fahrten auf Hängen, Sand und Gras. Der Ultimate 2.0 bringt mehr als 160 Teile für zehn Bauformen mit, darunter einen Kettenroboter mit Greifarm; seine MegaPi-Platine hat elf Motor- und Servoanschlüsse. 

Alle Bausätze passen laut Hersteller zu über 500 Teilen aus dem eigenen Metallbaukasten und zu LEGO-Steinen. Für den mBot bietet Makeblock drei 3-in-1-Erweiterungen an: eine Servo-Katze, einen Sechsbeiner und ein Licht-und-Ton-Paket. Für den mBot2 gibt es unter anderem das Smart World Add-on, ein Rover-Paket und eine KI-Kamera. 

Drei Fotos mit deutschen Beschriftungen: links ein zweirädriger blauer Roboter auf einem Holzboden, oben rechts ein Kettenfahrzeug auf rötlichem Geröll, unten rechts ein dreirädriges Rennauto auf einer Bahn; darunter der Schriftzug „3 in 1 Pädagogischer Roboter Bausatz“
Ein Bausatz, drei Roboter: Der mBot Ranger wird als Zweirad, Kettenfahrzeug oder Rennwagen aufgebaut. © Makeblock

Schule, AG oder Kinderzimmer

Makeblock bietet alle Modelle auch für den Unterricht an und stellt kostenloses Lehrmaterial bereit. Auf den Produktseiten nennt der Hersteller für den mBot 16 Lektionen in Grund- und Aufbaukurs, für den Ranger 16 Kapitel, für Codey Rocky 24 Lektionen nach den Standards des US-Informatiklehrerverbands CSTA und für den mBot2 neun Grundlektionen. 

Für Klassen ist der mBot2 am weitesten ausgebaut. Makeblock verkauft ein Klassenpaket mit sechs Robotern samt Aufbewahrung, Ladezubehör und Material, und die Roboter können untereinander per Funk kommunizieren. Das Smart World Add-on setzt darauf ein Unterrichtskonzept rund um Landwirtschaft, Logistik und Stadt. Die Abschlussaufgabe, eine automatisierte Ernte, verlangt mehrere mBot2, die sich die Arbeit teilen. 

Praktisch wichtig ist die Stromversorgung. mBot2 und Codey Rocky haben einen eingebauten Akku, der per USB geladen wird. mBot, Ranger und Ultimate laufen mit AA-Batterien oder einem separat erhältlichen Akku. Mit Akku gibt Makeblock die Spielzeit beim mBot mit etwa einer Stunde an, bei Ranger und Ultimate mit ein bis zwei Stunden, bei Codey Rocky mit ein bis zwei Stunden und beim mBot2 mit etwa fünf Stunden. 

Drei blaue mBot2 auf einem grauen Weg mit schwarzer Linie zwischen Rasenflächen: oben ein Roboter mit seitlich ausgefahrenem Sensorarm, links einer mit Ladekorb voller grüner und roter Bälle, unten einer mit Greifarm, der einen roten Ball hält
Die drei Bauformen des Smart World Add-on auf einem Parcours: Vermessungs-, Transport- und Greifroboter. Die Kulisse liegt nicht bei. © Makeblock

Die Modelle im Einzelnen

Die folgenden Angaben stammen von Makeblock und aus unserem Produktkatalog. Die Links führen zu Amazon. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. 

Codey Rocky (Education-Set)

Fertig montierter Roboter aus abnehmbarem Controller und fahrbarer Basis, nach Makeblock ab sechs Jahren. Er hat mehr als zehn eingebaute Elektronikmodule, verbindet sich per USB, Bluetooth oder WLAN und wird mit Blöcken oder Python programmiert. Die Education-Fassung enthält zusätzlich Farbkarten, ein Umhängeband und ein Namensschild. 

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mBot (V1.1)

Der ursprüngliche mBot mit mCore-Platine, Ultraschallsensor und Linienfolger. Makeblock führt ihn im Shop ab sechs Jahren, die Verpackung nennt acht. Programmiert wird mit Blöcken oder in Arduino-C; zum Lieferumfang gehört eine Infrarot-Fernbedienung. Batterien sind nicht enthalten. 

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mBot2 / mBot Neo

Der Nachfolger mit dem Controller CyberPi, eingebautem Akku mit 2.500 mAh und WLAN. Makeblock empfiehlt ihn ab acht Jahren, jüngere Kinder sollen Hilfe von Erwachsenen bekommen. Programmiert wird mit Blöcken und Python in mBlock, alternativ in C/C++ über die Arduino-Umgebung. 

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Smart World 3-in-1 Add-on

Erweiterung aus Aluminiumprofilen, zwei Servomotoren und zwei Schaumstoffbällen, mit der aus einem vorhandenen mBot2 ein Greifarm, ein Transportroboter oder ein Vermessungsroboter wird. Der Roboter selbst ist nicht enthalten. Makeblock bietet das Paket ausschließlich für den mBot2 an. 

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mBot Ranger

Bausatz mit rund 100 Teilen für drei Bauformen, darunter ein geländegängiges Kettenfahrzeug. Die Me-Auriga-Platine bringt Gyroskop, Temperatur- und Geräuschsensor mit und hat zehn Sensoranschlüsse. Programmiert wird mit Blöcken oder Arduino; Makeblock führt ihn im Shop ab acht Jahren, die Verpackung nennt zehn. 

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mBot Ultimate 2.0

Der größte Bausatz der Reihe mit mehr als 160 Teilen und zehn Bauformen, gesteuert von der MegaPi-Platine. Im Shop steht er unter „ab 12 Jahren“, auf der Verpackung steht 14. Programmiert wird mit Blöcken oder Arduino, für Python ist ein Raspberry Pi nötig. Ausführlich haben wir den Bausatz in einem eigenen Beitrag zum Ultimate 2.0 vorgestellt. 

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Welches Modell für wen?

  • Sechs bis acht Jahre, ohne Schrauben: Codey Rocky. Kein Aufbau, Akku eingebaut, später Python möglich. 

  • Erster eigener Bausatz: mBot. Überschaubarer Aufbau, Fernbedienung im Karton, als nächster Schritt Arduino. 

  • Ab acht, mit Blick auf Python: mBot2, bei anhaltendem Interesse ergänzt um das Smart World Add-on. 

  • Umbauen und draußen fahren: mBot Ranger, je nach Angabe ab acht oder zehn Jahren. 

  • Jugendliche und Erwachsene mit Interesse an Mechanik und Arduino: Ultimate 2.0. 

  • Schule und AG: mBot2 wegen Akku, Klassenpaket und Aufgaben für mehrere Roboter; für jüngere Klassen Codey Rocky. 

Nicht berücksichtigt ist der mBot2 Rover, den Makeblock ab zwölf Jahren führt; er ist bislang nicht in unserem Katalog. 

Wie sich die mBot-Familie gegenüber Lernrobotern anderer Hersteller einordnet, zeigt unser Ratgeber Lernroboter ab acht Jahren. 

Häufige Fragen

Sind mBot2 und mBot Neo dasselbe?

Ja. Makeblock hat den mBot Neo in mBot2 umbenannt. Funktion und Ausstattung sind gleich, je nach Lagerbestand kommt der Roboter noch in der alten Verpackung. 

Welcher mBot lässt sich mit Python programmieren?

Der mBot2 und Codey Rocky, jeweils direkt in mBlock. Der Ultimate 2.0 braucht dafür einen zusätzlichen Raspberry Pi. mBot und Ranger werden mit Blöcken oder in Arduino-C programmiert. 

Ab welchem Alter eignen sich die Modelle?

Nach Makeblock ist Codey Rocky ab sechs Jahren gedacht, der mBot2 ab acht. Beim mBot nennt der Shop sechs und die Verpackung acht Jahre, beim Ranger acht und zehn, beim Ultimate 2.0 zwölf und vierzehn. 

Passt das Smart World Add-on zum alten mBot oder zum Ranger?

Nein. Makeblock bietet die Erweiterung nur für den mBot2 an. Sie enthält Mechanik und zwei Servos, aber weder Steuerung noch Motoren oder Sensoren, die kommen vom mBot2. 

Zusammenfassung
  • Die mBot-Familie von Makeblock teilt sich in eine Arduino-Linie aus mBot, Ranger und Ultimate 2.0 und eine Python-Linie aus mBot2 (früher mBot Neo) und Codey Rocky. 

  • Codey Rocky kommt ohne Aufbau aus und ist ab sechs Jahren gedacht, der mBot2 ab acht, Ranger und Ultimate 2.0 richten sich mit mehr Teilen und Bauformen an Ältere. 

  • Für Schulen ist der mBot2 wegen eingebautem Akku, Klassenpaket und Aufgaben für mehrere Roboter am weitesten ausgebaut, das Smart World Add-on passt nur zu ihm. 

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