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Baykar: Vom Autoteile-Zulieferer zum türkischen Drohnenkonzern

von Roboterwelt Redaktion2. Oktober 2026
Weiße Propellerdrohne mit langen schmalen Tragflächen und türkischem Hoheitszeichen auf einem Flugfeld, unter der Tragfläche hängt eine Lenkbombe
Die Bayraktar TB2 ist das Gerät, mit dem Baykar bekannt wurde – hier mit Lenkmunition unter der Tragfläche.© Foto: Bayhaluk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Baykar hat 2025 Drohnen für 2,2 Milliarden US-Dollar exportiert, kauft sich in die italienische Luftfahrtindustrie ein und baut ein Werk in der Ukraine wieder auf, das Russland viermal getroffen hat. Zugleich steht das Istanbuler Familienunternehmen wegen Lieferungen nach Sudan in der Kritik. Ein Porträt zwischen Rekordzahlen und offenen Fragen. 

Am 6. Mai 2026 unterschrieb Baykar auf der Rüstungsmesse SAHA in Istanbul einen Vertrag, den es vor zehn Jahren bei keinem türkischen Hersteller gegeben hätte: Indonesien bestellt zwölf unbemannte Kampfflugzeuge vom Typ Kızılelma, mit einer Option auf vier weitere Staffeln. Geliefert wird ab 2028. Es ist der erste Exportauftrag für ein Gerät, das noch nicht in Serie gebaut wird. 

Das Unternehmen dahinter gehört einer Familie, beschäftigt niemanden an einer Börse und veröffentlicht keine Bilanz. Es hat 2025 nach eigenen Angaben 2,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt, kauft italienische Flugzeugwerke und baut in der Ukraine eine Fabrik wieder auf, die russische Raketen zerstört haben. Gleichzeitig wirft ihm eine Recherche der Washington Post vor, Sanktionen gebrochen zu haben. 

Auf einen Blick

Baykar 

Rechtsname 

Baykar Makina Sanayi ve Ticaret A.Ş. 

Gegründet 

1984 von Özdemir Bayraktar 

Sitz 

Istanbul 

Führung 

Haluk Bayraktar (CEO), Selçuk Bayraktar (CTO) 

Eigentum 

privat, Familie Bayraktar; Anteile nicht öffentlich 

Mitarbeiter 

keine belastbare Angabe (siehe unten) 

Umsatz 2025 

2,5 Mrd. US-Dollar, davon 88 Prozent Export (Firmenangabe) 

Export 2025 

2,2 Mrd. US-Dollar (Firmenangabe) 

Kernprodukte 

Bayraktar TB2, TB3, Akıncı, Kızılelma, Kemankeş, Kalkan 

Auslandsstandorte 

Piaggio Aerospace (Italien), Joint Venture LBA Systems mit Leonardo, Werk im Bau bei Kiew 

Stand 

Oktober 2026 

Vom Autoteile-Zulieferer zum Drohnenbauer

Özdemir Bayraktar, Maschinenbauingenieur mit Abschluss an der Technischen Universität Istanbul, gründete das Unternehmen 1984. Jahrzehntelang baute Baykar Teile für die Autoindustrie. Die Wende kam 2004 mit dem Beginn der Entwicklung unbemannter Flugzeuge; 2007 führten die türkischen Streitkräfte ein Mini-Fluggerät von Baykar ein. 

Entscheidend war der zweite Sohn. Selçuk Bayraktar, Jahrgang 1979, studierte Elektrotechnik in Istanbul, machte Master-Abschlüsse an der University of Pennsylvania und am MIT, wo er 2006 über aggressive Landemanöver unbemannter Flugzeuge arbeitete. 2007 brach er seine Promotion ab und ging in den Familienbetrieb. 

2014 wurde die Bayraktar TB2 bei den türkischen Streitkräften operativ – ein Propellerflugzeug mit zwölf Metern Spannweite, das nach Firmenangaben bis zu 27 Stunden in der Luft bleibt und inzwischen über 1,25 Millionen Flugstunden gesammelt hat. Das Gerät ist technisch nicht außergewöhnlich. Sein Erfolg liegt im Preis und in der Verfügbarkeit: Es kostet einen Bruchteil amerikanischer Systeme und wurde an Staaten geliefert, die von westlichen Herstellern nichts bekamen. 

Mann im dunklen Anzug am Rednerpult vor blauem Hintergrund, mit Mikrofon in der Hand
Selçuk Bayraktar, Technikvorstand von Baykar, bei der Eröffnung der Teknofest 2019 in Istanbul. © Foto: Kingbjelica, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Lieferstopp, der zum Vorteil wurde

Nach dem Krieg um Bergkarabach 2020, in dem türkische Drohnen eine sichtbare Rolle spielten, stellten mehrere westliche Zulieferer die Belieferung ein: der kanadische Optikhersteller Wescam im Oktober 2020, der britische Kraftstoffsystemhersteller Andair im Januar 2021, dazu Bombardier Recreational Products mit den Rotax-Motoren. 

Baykar ersetzte die Teile durch türkische Komponenten – Motoren von TEI, Optik von Aselsan. Was als Sanktion gedacht war, beschleunigte die Unabhängigkeit der türkischen Zulieferindustrie. Vollständig ist sie bis heute nicht: Das Zielerfassungssystem Argos II kommt von Hensoldt Optronics, einer 70-prozentigen Tochter des deutschen Rüstungselektronikherstellers Hensoldt. Dazu mehr im kritischen Abschnitt. 

Was Baykar heute baut

Die Produktpalette ist in zwölf Jahren von einem Gerät auf acht Systeme gewachsen. Die folgenden Angaben stammen von der Unternehmenswebsite und sind nicht unabhängig geprüft: 

  • Bayraktar TB2 – das Stammprodukt, zwölf Meter Spannweite, 27 Stunden Flugdauer, über 1,25 Millionen Flugstunden. 

  • Bayraktar TB3 – Variante mit klappbaren Tragflächen für kurze Schiffsdecks, über 21 Stunden Flugdauer. Die Serienfertigung ist für 2026 angekündigt. 

  • Akıncı – deutlich größer, Dienstgipfelhöhe 40.000 Fuß, mit türkischem AESA-Radar. 110 Stück ausgeliefert, 120 weitere bis Jahresende geplant. 

  • Kızılelma – ein strahlgetriebenes unbemanntes Kampfflugzeug, 45.000 Fuß, 1,5 Tonnen Nutzlast. Fünf Prototypen gebaut. 

  • Kemankeş 1 und 2 – Marschflugkörper, die das Unternehmen als KI-gestützt bezeichnet. 

  • Kalkan DİHA und Mini-UAV – kleine Aufklärungsgeräte. 

Der Kızılelma ist der Versuch, aus dem Nischenmarkt für langsame Propellerdrohnen in den Markt für Kampfflugzeuge zu wechseln. Am 29. November 2025 meldete Selçuk Bayraktar den ersten Abschuss eines Ziels außerhalb der Sichtweite. Für 2026 gab er als Leitwort der Firma ein einziges Wort aus: Produktion. 

Graues pfeilförmiges Flugzeug ohne Cockpit mit nach außen geneigten Leitwerken auf einem Rollfeld, dahinter ein rot-weißes Schulflugzeug
Der Kızılelma ist strahlgetrieben und hat keine Kanzel – hier bei der Teknofest 2023 in Istanbul. © Foto: Erişim, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Zahlen – und warum zwei Quellen sich widersprechen

Baykar meldete Anfang Februar 2026 für das Geschäftsjahr 2025 einen Export von 2,2 Milliarden US-Dollar und einen Gesamtumsatz von 2,5 Milliarden, davon 88 Prozent aus dem Ausland. Das wäre der höchste Wert der Firmengeschichte. Exportabkommen bestehen demnach mit 37 Ländern, 36 davon für die TB2 und 16 für den Akıncı. 

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI kommt für das Jahr davor zu einem anderen Bild. In seiner Rangliste der 100 größten Rüstungsunternehmen steht Baykar für 2024 auf Rang 73 mit einem Rüstungsumsatz von 1,90 Milliarden US-Dollar – zwölf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wie sich das zur Gesamtbranche verhält, haben wir im Überblick über die wichtigsten Militärroboter-Hersteller eingeordnet. 

Beide Zahlen können stimmen. Sie messen verschiedene Jahre, und sie messen Verschiedenes: SIPRI erfasst ausschließlich Rüstungsumsatz, die Firmenangabe den gesamten Umsatz. Weil Baykar als Privatunternehmen keine testierte Bilanz veröffentlicht, lässt sich die Differenz von außen nicht auflösen. Festhalten lässt sich nur: Die Firmenangabe ist eine Firmenangabe. 

Noch dünner ist die Lage bei den Beschäftigten. Wikipedia nennt „über 8.000“ ohne Datum, kommerzielle Datenanbieter nennen für 2025 und 2026 Werte zwischen 2.788 und 4.846. Eine überprüfbare Zahl des Unternehmens haben wir nicht gefunden, deshalb steht im Steckbrief keine. 

Der Sprung nach Europa

Den wirtschaftlich bemerkenswertesten Schritt machte Baykar nicht in der Türkei, sondern in Italien. Ende Dezember 2024 erhielt das Unternehmen den Zuschlag für Piaggio Aerospace, einen traditionsreichen Flugzeug- und Triebwerksbauer, der seit Jahren unter Sonderverwaltung stand. Das Closing folgte am 30. Juni 2025. 

Ein Jahr später zog Piaggio Bilanz: Die Belegschaft lag im April 2026 bei 677 Personen gegenüber der Zusage, rund 675 Arbeitsplätze zu erhalten. Nach Unternehmensangaben hat Baykar bereits mehr Geld eingeschossen als im Übernahmeplan für mehrere Jahre vorgesehen war. Die Flugzeugproduktion soll auf das Fünf- bis Sechsfache steigen, Ziel sind 20 bis 25 Maschinen im Jahr; vorgestellt wurde ein neues Modell namens Avanti NX. 

Parallel entstand mit Leonardo, dem größten italienischen Rüstungskonzern, das Gemeinschaftsunternehmen LBA Systems – 50 zu 50, mit juristischem und operativem Sitz in Italien. Angekündigt wurde es am 16. Juni 2025 auf der Pariser Luftfahrtmesse, voll arbeitsfähig ist es seit Juli 2026. Damit hat ein türkisches Familienunternehmen einen Fuß in der europäischen Rüstungsindustrie, während europäische Hersteller umgekehrt kaum Zugang zum türkischen Markt haben. 

Graue Propellerdrohne mit hochgeklappten Tragflächenenden auf dem Flugdeck eines Kriegsschiffs
Die TB3 hat klappbare Tragflächen und startet von kurzen Decks – hier auf der türkischen TCG Anadolu. © Foto: Ata Barış, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Werk in der Ukraine

Seit Februar 2024 baut Baykar bei Kiew eine Fabrik für rund 500 Beschäftigte. Russland hat die Anlage nach Recherchen von Euromaidan Press binnen sechs Monaten viermal getroffen, am 28. August 2025 so schwer, dass Produktionsgebäude ausfielen. Welche Rolle unbemannte Systeme in diesem Krieg inzwischen spielen, haben wir in unserem Beitrag zur Roboterproduktion der Ukraine aufgeschrieben. 

CEO Haluk Bayraktar sagte den Wiederaufbau zu. Eisen, Beton und Gebäude ließen sich wieder errichten, erklärte er; die Schadensaufnahme sei abgeschlossen. Ukrainische Technikerinnen und Techniker werden derzeit in Istanbul ausgebildet und sollen später die Belegschaft des Werks bilden. Einen Fertigstellungstermin nennt das Unternehmen nicht. 

Die Verbindung in die Ukraine ist älter als der Fabrikbau. Im Juni 2022 sammelte eine ukrainische Spendenaktion binnen drei Tagen über 600 Millionen Hrywnja für den Kauf von Bayraktar-Drohnen. Baykar lieferte die Geräte daraufhin kostenlos und bat darum, das Geld für humanitäre Zwecke zu verwenden. 

Offene Fragen und Schattenseiten

Sudan. Die Washington Post veröffentlichte im März 2025 eine Recherche, nach der Baykar zwischen August und November 2024 Waffen an die sudanesische Armee lieferte – nach Inkrafttreten amerikanischer und europäischer Sanktionen. Grundlage sind ein Vertrag vom 16. November 2023 über 110,7 Millionen Euro, unterzeichnet vom Leiter der sudanesischen Rüstungsbehörde, sowie ein internes Baykar-Memo. Gegenstand: sechs TB2, drei Bodenkontrollstationen und 600 Gefechtsköpfe, angeliefert über Port Sudan. 

Baykar hat auf Anfragen der Zeitung nicht geantwortet und sich öffentlich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ein Vertreter der türkischen Botschaft in Washington erklärte schriftlich, die Türkei habe sich seit Beginn des Konflikts jeder militärischen Unterstützung der Konfliktparteien enthalten. 

Äthiopien. In der Nacht zum 7. Januar 2022 traf ein Luftangriff ein Lager für Binnenvertriebene in einer Schule in Dedebit in der Region Tigray. Human Rights Watch dokumentierte mindestens 57 getötete und über 42 verletzte Zivilisten und identifizierte anhand von Trümmerteilen – Leitflossen und Gehäuseteile – die Munition als MAM-L des türkischen Herstellers Roketsan. Die UN-Expertenkommission zu Äthiopien kam im September 2022 zu dem Schluss, es gebe hinreichende Gründe für die Annahme, die äthiopische Luftwaffe habe Kriegsverbrechen begangen und einen Angriff vorsätzlich gegen Zivilisten gerichtet. 

Hier ist Genauigkeit wichtig: Weder die UN-Kommission noch Human Rights Watch benennen den Drohnentyp abschließend. Die MAM-L stammt von Roketsan, nicht von Baykar. Human Rights Watch schreibt lediglich, die Munition werde „am häufigsten von der bewaffneten Drohne TB-2 abgeworfen“, könne aber auch von leichten Flugzeugen eingesetzt werden. Die Zuordnung zum Baykar-Gerät stammt von Rechercheuren aus offenen Quellen, nicht aus den Untersuchungsberichten. 

Deutsche Technik an Bord. Nach einer Greenpeace-Recherche vom 1. Dezember 2021 steckt in der TB2 das Zielerfassungssystem Argos II von Hensoldt Optronics Pty, einer 70-prozentigen Tochter der deutschen Hensoldt AG. Produziert wird es in Südafrika und von dort an die Türkei geliefert – an deutschem Exportrecht vorbei. Die Bundesregierung hält an der Hensoldt AG eine Sperrminorität von 25,1 Prozent. 

Keine Selbstbindung beim Export. Die Türkei gehört nicht zu den Unterzeichnern der gemeinsamen Erklärung zum Export und zur anschließenden Nutzung bewaffneter unbemannter Luftfahrzeuge, mit der sich mehrere Staaten auf Grundsätze der Exportkontrolle verpflichtet haben. 

Nähe zur Politik. Selçuk Bayraktar ist seit 2016 mit Sümeyye Erdoğan verheiratet, der Tochter des türkischen Staatspräsidenten. Ein Zusammenhang mit Aufträgen oder Genehmigungen ist damit nicht belegt; für die Einordnung eines Unternehmens, dessen Geschäft von staatlichen Exportentscheidungen abhängt, ist es gleichwohl eine Tatsache. 

Große zweimotorige Drohne in heller Lackierung in einer Ausstellungshalle, mit Raketen unter den Tragflächen
Der Akıncı ist das größte Serienmodell: zwei Triebwerke, 40.000 Fuß Dienstgipfelhöhe, türkisches AESA-Radar. © Foto: CeeGee, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Personen

Özdemir Bayraktar (1949–2021) gründete das Unternehmen und führte es über drei Jahrzehnte als Zulieferbetrieb, ehe er den Einstieg in die Drohnenentwicklung mittrug. Im April 2021 erhielt er von Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew den Karabach-Orden. Er starb am 18. Oktober 2021 im Alter von 72 Jahren. 

Haluk Bayraktar ist Generaldirektor und das Gesicht des Unternehmens nach außen – er vertritt Baykar bei den Verhandlungen in Italien und in der Ukraine. 

Selçuk Bayraktar verantwortet die Technik und ist die öffentlich bekanntere Figur. Er tritt regelmäßig auf der Technikmesse Teknofest auf, die Baykar mitträgt, und verkündet die technischen Meilensteine selbst. 

Baykar im Zeitraffer

Jahr 

Meilenstein 

1984 

Gründung durch Özdemir Bayraktar als Zulieferbetrieb 

2004 

Beginn der Entwicklung unbemannter Flugzeuge 

2007 

Mini-Fluggerät bei den türkischen Streitkräften eingeführt 

2014 

Bayraktar TB2 operativ 

2020/21 

Westliche Zulieferer stoppen die Belieferung, Umstellung auf türkische Komponenten 

Okt. 2021 

Tod des Gründers Özdemir Bayraktar 

Juni 2022 

Ukrainische Spendenaktion; Baykar liefert die Drohnen kostenlos 

Feb. 2024 

Baubeginn des Werks bei Kiew 

Dez. 2024 

Zuschlag für Piaggio Aerospace 

Juni 2025 

Closing Piaggio; Ankündigung des Joint Ventures LBA Systems mit Leonardo 

Aug. 2025 

Russischer Angriff beschädigt das Werk bei Kiew schwer 

Nov. 2025 

Erster Abschuss außerhalb der Sichtweite durch den Kızılelma (Firmenangabe) 

Mai 2026 

Erster Exportvertrag für den Kızılelma mit Indonesien 

Juli 2026 

LBA Systems voll arbeitsfähig 

Häufige Fragen

Wem gehört Baykar?

Der Familie Bayraktar. Das Unternehmen ist privat, nicht börsennotiert und veröffentlicht keine Eigentümeranteile. Geführt wird es von den Brüdern Haluk und Selçuk Bayraktar, den Söhnen des 2021 verstorbenen Gründers. 

In wie viele Länder exportiert Baykar?

Nach Unternehmensangaben bestehen Exportabkommen mit 37 Ländern, davon 36 für die Bayraktar TB2 und 16 für den Akıncı (Stand Anfang 2026). Eine unabhängige Bestätigung dieser Zahl gibt es nicht. 

Was ist der Unterschied zwischen TB2, Akıncı und Kızılelma?

Die TB2 ist ein langsames Propellerflugzeug für Aufklärung und leichte Angriffe. Der Akıncı ist deutlich größer, zweimotorig und trägt schwerere Lasten in größerer Höhe. Der Kızılelma ist strahlgetrieben und als unbemanntes Kampfflugzeug ausgelegt – eine andere Geräteklasse, die noch nicht in Serie gebaut wird. 

Ist Baykar in Europa aktiv?

Ja. Dem Unternehmen gehört seit Juni 2025 der italienische Flugzeugbauer Piaggio Aerospace, und mit Leonardo betreibt es seit Juli 2026 das Gemeinschaftsunternehmen LBA Systems mit Sitz in Italien. In Deutschland hat Baykar keinen Standort. 

Wie viele Menschen arbeiten bei Baykar?

Das ist nicht belastbar zu beantworten. Das Unternehmen nennt keine geprüfte Zahl; kommerzielle Datenanbieter kommen auf Werte zwischen rund 2.800 und über 8.000. Wir verzichten deshalb auf eine Angabe. 

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