Roboterwelt

Militärroboter & Sicherheit

Roboter in Armee, Polizei und Katastrophenschutz: unbemannte Systeme, Kampfdrohnen und Rüstungsunternehmen – und die Fragen, die autonome Waffen aufwerfen.

17 BeiträgeZuletzt aktualisiert 10.10.2026

  1. Firmenporträt

    Elbit Systems: Israels größter Rüstungskonzern und seine Drohnen

    Elbit Systems baut die Hermes-Drohnen der israelischen Armee, die Loitering Munition SkyStriker und das unbemannte Boot Seagull. Anders als IAI ist der Konzern börsennotiert und wird von der Familie Federmann kontrolliert; in Ulm hat er eine deutsche Tochter, die mit Diehl Defence um Aufträge der Bundeswehr wirbt. Zugleich ist Elbit Ziel von Protesten, Einbrüchen und Investorenausschlüssen.

  1. Firmenporträt

    Israel Aerospace Industries: Heron, Harop und ein Staatskonzern vor dem Börsengang

    Israel Aerospace Industries baut die Aufklärungsdrohne Heron TP der Luftwaffe und das Raketenabwehrsystem Arrow 3, das seit Dezember 2025 in Holzdorf in Betrieb ist. Der Staatskonzern meldet Rekordgewinne und bereitet einen Teilbörsengang vor. Zugleich steht IAI wegen seiner Exporte in der Kritik, etwa der Loitering Munition Harop nach Aserbaidschan.

  1. Firmenporträt

    General Atomics: Vom Predator zum unbemannten Kampfjet

    Mit der Predator hat General Atomics die bewaffnete Drohne aus dem Versuchsstadium geholt. Im Sommer 2026 geht der Familienkonzern aus San Diego mit dem unbemannten Kampfjet FQ-42A in Serie, während die US-Streitkräfte im Krieg gegen Iran rund ein Viertel ihrer Reaper-Flotte verloren haben. Ab 2028 soll auch die Deutsche Marine Drohnen des Herstellers fliegen.

  2. Analyse

    Die Bodenroboter-Liga: Wer unbemannte Bodenfahrzeuge baut und wer sie kauft

    Rheinmetall meldet zwölf Bodenroboter für das US Marine Corps als Erfolg, der ukrainische Hersteller Tencore nach eigenen Angaben mehr als 300 Stück im Monat. Ein Vergleich der wichtigsten Anbieter unbemannter Bodenfahrzeuge – mit den Programmen, die sie tragen, und denen, die gestoppt wurden.

  3. Firmenporträt

    AeroVironment: Vom Muskelkraftflugzeug zur Switchblade

    Gegründet von dem Konstrukteur, dessen Muskelkraftflugzeug 1979 den Ärmelkanal überquerte, baut AeroVironment heute die Switchblade, eine Loitering-Munition, die die USA an die Ukraine geliefert haben. Mit der Übernahme von BlueHalo hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt. Der Preis dafür: ein Nettoverlust von 265 Millionen US-Dollar, eine Abschreibung auf das Raumfahrtgeschäft und eine korrigierte Quartalsbilanz.

  1. Firmenporträt

    Anduril: Das Rüstungs-Start-up, das die Fabrik zum Produkt erklärt

    Neun Jahre nach der Gründung ist Anduril 61 Milliarden Dollar wert, baut in Ohio eine Flugzeugfabrik und hat einen Rahmenvertrag mit der US-Armee über bis zu 20 Milliarden Dollar. Zugleich meldet die Firma für 2026 einen Betriebsverlust von rund 1,2 Milliarden Dollar, die Partnerschaft mit Rheinmetall ist zusammengestrichen, und eine Serie von Fehlschlägen beantwortet das Unternehmen mit einem bemerkenswerten Satz: „Wir scheitern – und zwar oft.“

  1. Firmenporträt

    Baykar: Vom Autoteile-Zulieferer zum türkischen Drohnenkonzern

    Baykar hat 2025 Drohnen für 2,2 Milliarden US-Dollar exportiert, kauft sich in die italienische Luftfahrtindustrie ein und baut ein Werk in der Ukraine wieder auf, das Russland viermal getroffen hat. Zugleich steht das Istanbuler Familienunternehmen wegen Lieferungen nach Sudan in der Kritik. Ein Porträt zwischen Rekordzahlen und offenen Fragen.

  1. Analyse

    Die Roboterproduktion der Ukraine: Was die Zahlen belegen – und was nicht

    Drei Millionen Drohnen in einem Jahr, 25.143 Robotereinsätze in einem einzigen Monat, eine neu ausgerufene „Armee der Roboter“: Aus der Ukraine kommen die spektakulärsten Zahlen der Militärrobotik. Wir haben sie an den Originalquellen geprüft und sortiert, was tatsächlich gemessen wurde, was lediglich beauftragt ist und was eine Ankündigung bleibt.

  1. Markt

    90 Millionen Dollar für Roboter in US-Rüstungswerken

    Das ARM Institute in Pittsburgh hat knapp 90 Millionen Dollar für zehn Projekte erhalten. Fünfzehn Mitgliedsorganisationen sollen damit binnen zwei Jahren Roboter und KI in zwölf staatliche Rüstungswerke der USA bringen. Was hinter dem Auftrag steckt – und was die Mitteilung nicht verrät.

  2. Firmenporträt

    ARM Institute: Robotik für Amerikas Fabriken, bezahlt vom Verteidigungsministerium

    In der Stahlskelett-Ruine eines Pittsburgher Walzwerks sitzt ein Institut, das die amerikanische Fertigung automatisieren soll. Es forscht nicht selbst, sondern verteilt Geld – und bekommt dieses Geld vom Verteidigungsministerium. Wie das ARM Institute entstand, wie es arbeitet und woran sich Kritik entzündet.

  3. Analyse

    Militärroboter: Die wichtigsten Hersteller im Überblick

    Kampfdrohnen aus Kalifornien und Istanbul, Tankerdrohnen für Flugzeugträger, Kamikazedrohnen aus München: Zehn Konzerne und Start-ups bauen die unbemannten Systeme der Streitkräfte. Eine belastbare Rangliste gibt es nicht – und die unabhängigsten Zahlen erzählen eine andere Geschichte als der Boom, von dem alle sprechen.

  1. Forschung

    RoboCupRescue: Rettungsroboter auf genormten NIST-Testbahnen

    In der Rescue-Liga des RoboCup fahren Roboter durch Testbahnen, nach denen auch Einsatzkräfte ihre Geräte auswählen. Seit 2025 gewinnt dort ein Team aus Wels.

  1. Analyse

    THeMIS in der Ukraine: Was der estnische Bodenroboter dort leistet

    Seit Ende 2022 fahren Kettenroboter des estnischen Herstellers Milrem Robotics für die ukrainischen Streitkräfte. Aus 15 Fahrzeugen sollen nach Herstellerangaben bis Ende 2026 mehr als 200 werden – finanziert von Deutschland und den Niederlanden, gebaut zum Teil in den Niederlanden.

  1. Video

    RoboSimian eilt auf vier Beinen zur Rettung

    Das NASA Jet Propulsion Laboratory JPL hat fleißig konstruiert.

  1. Video

    Wenn Roboter in den Krieg ziehen

    Schon jetzt werden viele autonome Kriegsgeräte eingesetzt.

  1. Video

    US-Armee testet ‚Iron Man‘-ähnliches Exoskelett

    Das hydraulische und menschenähnliche HULC Exoskelett verleiht Nutzern die Fähigkeit, über lange Strecken und in unterschiedlichsten Terrains bis zu rund 90 kg zu tragen, ohne dabei an Mobilität einzubüßen.