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General Atomics: Vom Predator zum unbemannten Kampfjet

von Roboterwelt Redaktion6. Oktober 2026
Graues unbemanntes Strahlflugzeug mit ausgefahrenem Fahrwerk und V-förmigem Leitwerk fliegt dicht über einen kargen, steinigen Wüstenhang, hinter ihm wirbelt Staub auf
Eine YFQ-42A „Dark Merlin“ im Landeanflug auf die Creech Air Force Base in Nevada, Juli 2026. Als FQ-42A geht das Flugzeug in Serie.© Staff Sgt. Jake Jacobsen, U.S. Air Force, gemeinfrei, via Wikimedia Commons, bearbeitet. Die Verwendung bedeutet keine Billigung durch das US-Verteidigungsministerium.

Mit der Predator hat General Atomics die bewaffnete Drohne aus dem Versuchsstadium geholt. Im Sommer 2026 geht der Familienkonzern aus San Diego mit dem unbemannten Kampfjet FQ-42A in Serie, während die US-Streitkräfte im Krieg gegen Iran rund ein Viertel ihrer Reaper-Flotte verloren haben. Ab 2028 soll auch die Deutsche Marine Drohnen des Herstellers fliegen. 

Am 17. Juni 2026 erteilte die US Air Force die ersten Produktionsaufträge für ihre neuen unbemannten Begleitflugzeuge. Einer ging an General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) für die FQ-42A, ein strahlgetriebenes Flugzeug ohne Cockpit, das neben bemannten Kampfjets fliegen soll. Die Fertigung laufe bereits, erklärte Firmenpräsident David R. Alexander. 

Zwei Monate später meldete die Washington Post, die US-Streitkräfte hätten seit Beginn des Kriegs gegen Iran 45 Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper verloren, Gerät im Wert von mindestens 1,3 Milliarden Dollar und rund ein Viertel der Vorkriegsflotte. Auch die Reaper stammt von General Atomics. 

Beide Nachrichten beschreiben dasselbe Unternehmen an einem Wendepunkt. Ein privater Familienkonzern aus San Diego hat mit der Predator das Muster der bewaffneten Fernlenkdrohne geprägt. Nun muss er zeigen, dass er auch die nächste Generation bauen kann: schneller, autonomer und für einen Luftraum, in dem sich der Gegner wehrt. 

Auf einen Blick

General Atomics / GA-ASI 

Gegründet 

Juli 1955 als Division von General Dynamics; Drohnengeschäft seit 1990 

Sitz 

San Diego, Kalifornien; Drohnensparte GA-ASI in Poway 

Eigentum 

Familie Blue (seit 1986), privat, nicht börsennotiert 

Führung 

Neal Blue (Chairman und CEO General Atomics), David R. Alexander (Präsident GA-ASI) 

Mitarbeiter 

über 14.000 im Konzern (Firmenangabe) 

Rüstungsumsatz 2024 

rund 1,89 Mrd. US-Dollar, SIPRI-Schätzung mit hoher Unsicherheit (Platz 74 weltweit) 

Kernprodukte 

MQ-9A Reaper, MQ-9B SkyGuardian/SeaGuardian, MQ-1C Gray Eagle, MQ-20 Avenger, XQ-67A, FQ-42A 

Flugstunden 

über 9 Millionen über alle Muster (Firmenangabe, September 2025) 

Deutschland 

General Atomics Europe GmbH (Dresden), General Atomics AeroTec Systems (Oberpfaffenhofen) 

Stand 

Oktober 2026 

Vom Atomlabor zum Drohnenbauer

General Atomics begann nicht in der Luftfahrt. Der Rüstungskonzern General Dynamics gründete die Abteilung im Juli 1955, um die friedliche Nutzung der Kernenergie zu erforschen. Daraus entstanden unter anderem die TRIGA-Forschungsreaktoren, von denen das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 60 in 24 Ländern gebaut hat. 1986 kaufte die Familie Blue das Unternehmen; seither ist es in Privatbesitz. 

Den Einstieg in die Drohnentechnik brachte ein Konkurs. Der Ingenieur Abraham Karem, geboren 1937 im Irak und aufgewachsen in Israel, hatte in Kalifornien mit seiner Firma Leading Systems die Langstreckendrohne Amber und die Exportversion Gnat-750 entwickelt. Als ein Bankkredit fällig wurde, kauften Neal und Linden Blue 1990 die Vermögenswerte aus der Insolvenz und stellten Karem mit acht seiner Leute ein, so schildert es das Air-&-Space-Magazin der Smithsonian Institution. 

Die CIA kaufte zwei Gnat-750 und ließ sie über Bosnien fliegen. Für einen Wettbewerb des Pentagons bekam die Maschine eine Satellitenantenne in einer gewölbten Nase. Im Januar 1994 erhielt General Atomics einen Vertrag über 31,7 Millionen Dollar, am 3. Juli 1994 flog die erste Predator. Karem hatte das Unternehmen da bereits verlassen. 

Hellgraue Drohne mit langen schmalen Flügeln, nach unten gerichtetem V-Leitwerk und Heckpropeller fliegt über einer Wüste, unter der Tragfläche hängt eine Rakete mit gelben Ringen, unter der Nase eine Kamerakugel
Eine MQ-1 Predator mit Hellfire-Rakete auf einem Einsatzflug über dem Süden Afghanistans, 2008. © Lt. Col. Leslie Pratt, U.S. Air Force, gemeinfrei, via Wikimedia Commons. Die Verwendung bedeutet keine Billigung durch das US-Verteidigungsministerium.

Predator und Reaper: Krieg aus der Ferne

Bewaffnet war die Predator ursprünglich nicht. Erst 2001 rüstete die US Air Force sie mit lasergelenkten Hellfire-Raketen aus; am 7. Oktober 2001 feuerte eine Predator über Afghanistan zum ersten Mal im Kampf. Damit konnten Besatzungen aus großer Entfernung, später von der anderen Seite des Globus aus, nicht nur beobachten, sondern töten. 

Der Nachfolger MQ-9 Reaper, anfangs Predator B genannt, flog erstmals im Februar 2001 und wurde im Mai 2007 bei der US Air Force eingeführt. Er hat ein Turboprop-Triebwerk und trägt deutlich mehr Waffen. Im März 2018 musterte die Air Force die Predator aus, die Reaper übernahm ihre Rolle. Die Exportversion MQ-9B (SkyGuardian über Land, SeaGuardian über See) ist darauf ausgelegt, auch im allgemeinen Luftraum neben zivilem Verkehr zu fliegen. 

Im September 2025 meldete GA-ASI neun Millionen Flugstunden über alle Muster seit dem Erstflug 1994. Nach Firmenangaben sind zu jedem Zeitpunkt bis zu 50 Maschinen des Herstellers in der Luft. 

Graue Drohne mit Propeller am Heck, ausgefahrenem Fahrwerk und nach oben gerichtetem V-Leitwerk im Landeanflug vor hellgrauem Himmel, unter den Flügeln hängen Raketen und eine Bombe
Eine MQ-9 Reaper kehrt von einem Einsatz in Afghanistan zurück, Dezember 2007. Die Reaper trägt Raketen und gelenkte Bomben. © Staff Sgt. Brian Ferguson, U.S. Air Force, gemeinfrei, via Wikimedia Commons. Die Verwendung bedeutet keine Billigung durch das US-Verteidigungsministerium.

Was GA-ASI heute baut

Die Produktpalette reicht vom Propellerflugzeug mit langer Flugdauer bis zum unbemannten Kampfjet. Die Angaben stammen überwiegend vom Hersteller: 

  • MQ-9A Reaper: das bewaffnete Standardmodell der US Air Force, in Europa auch in Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien und Polen im Dienst. 

  • MQ-9B SkyGuardian und SeaGuardian: die Weiterentwicklung für den Export. Ausgeliefert an die britische Royal Air Force (dort „Protector“) und Belgien; bestellt unter anderem von Kanada, Dänemark, Polen, Japan, Taiwan, Indien und Deutschland. 

  • MQ-1C Gray Eagle: die Predator-Ableitung der US Army. Die modernisierte Version Gray Eagle 25M flog im Dezember 2023 zum ersten Mal und soll nach Herstellerangaben bis in die 2050er-Jahre im Dienst bleiben. 

  • MQ-20 Avenger: ein auf eigene Kosten entwickeltes Strahlflugzeug mit innenliegendem Waffenschacht, Erstflug im April 2009. 

  • XQ-67A: ein gemeinsam mit dem Forschungslabor der Air Force gebautes Sensorflugzeug, Erstflug im Februar 2024, Vorbild der FQ-42A. 

  • FQ-42A: das unbemannte Begleitflugzeug für die US Air Force, Spitzname „Dark Merlin“. 

Blick über die gewölbte graue Nase einer Drohne auf ein Vorfeld in der Wüste, dahinter steht eine zweite Drohne mit langen Flügeln und Raketen unter den Tragflächen vor einem Wall aus Sandsäcken
Eine MQ-1C Gray Eagle der US Army vor dem Start im Einsatzgebiet des US-Zentralkommandos, August 2024. © Sgt. Jamie Robinson, U.S. Army, gemeinfrei, via DVIDS. Die Verwendung bedeutet keine Billigung durch das US-Verteidigungsministerium.

Der Sprung zum unbemannten Kampfjet

Mit dem Programm Collaborative Combat Aircraft (CCA) will die US Air Force unbemannte Jets beschaffen, die neben der F-35 und dem geplanten F-47 fliegen, Sensoren und Waffen mitführen und Risiken übernehmen. General Atomics wurde 2024 ausgewählt, Testflugzeuge zu bauen. Die YFQ-42A flog im August 2025 zum ersten Mal, nach Firmenangaben 15 Monate nach der Auftragsvergabe. 

Im Juni 2026 erhielten beide Bewerber der ersten Stufe einen Produktionsauftrag: General Atomics für die FQ-42A und Anduril für die FQ-44A, vier Monate früher als geplant. Mehr zum Konkurrenten steht in unserem Porträt von Anduril. Wie viele Flugzeuge jeder Hersteller liefert und was die Verträge wert sind, hat die Air Force nicht veröffentlicht. Sie stellt mehr als 150 einsatzfähige CCA bis zum Ende des Jahrzehnts in Aussicht, langfristig sind rund 1.000 das Ziel. 

Für General Atomics ist das Programm Chance und Einschränkung zugleich. Die Autonomiesoftware vergibt die Air Force in einem eigenen Wettbewerb, auf Basis einer staatlichen Referenzarchitektur, die den Wechsel zwischen Anbietern erlauben soll. Der Flugzeugbauer liefert also die Zelle, nicht zwingend das „Gehirn“. 

Exporte und Deutschland

Ein wachsender Teil des Geschäfts kommt aus dem Ausland. Indien unterzeichnete im Oktober 2024 einen Vertrag über 31 MQ-9B. Im September 2025 vergab die US Air Force an GA-ASI einen Rahmenvertrag mit einer Obergrenze von 14,1 Milliarden Dollar, über den Rüstungsexporte an Indien und künftige ausländische Kunden laufen; Abrufe sind bis Ende 2031 möglich. 

Deutschland hatte 2008 schon einmal fünf Reaper angefragt, das Geschäft aber nicht abgeschlossen und stattdessen die israelische Heron geleast. Im Januar 2026 bestellte die Bundeswehr dann über die NATO-Beschaffungsagentur NSPA acht MQ-9B SeaGuardian für 1,52 Milliarden Euro: vier Systeme mit je zwei Flugzeugen und vier Bodenstationen. Ab 2028 sollen sie beim Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ in Nordholz die Ostsee und den Nordatlantik überwachen und bei der U-Boot-Jagd helfen, ergänzend zu den acht Seefernaufklärern P-8A Poseidon. 

Industriell ist General Atomics in Deutschland seit über 30 Jahren präsent. Die General Atomics Europe GmbH mit Sitz in Dresden bündelt Firmen aus Luftfahrt, Infrastruktur und Umwelttechnik. Die Tochter General Atomics AeroTec Systems in Oberpfaffenhofen baut das Flugzeug Do228 und wartet die NH90-Hubschrauber von Heer und Marine. Im Juli 2026 kündigte die Gruppe einen neuen Standort auf rund 40.000 Quadratmetern direkt am Fliegerhorst Nordholz an, der auch die Wartung der SeaGuardian übernehmen soll. 

Weiße Drohne mit langen Flügeln und Kennzeichen N341HK fliegt über dunkelblauem Meer, darunter fährt ein graues, kantiges Kriegsschiff mit Hubschrauberdeck und weißer Bugwelle
Eine MQ-9B SeaGuardian über dem Küstenkampfschiff USS Coronado bei einer Übung im Pazifik, April 2021. Acht Maschinen dieses Typs hat die Bundeswehr bestellt. © Chief Mass Communication Specialist Shannon Renfroe, U.S. Navy, gemeinfrei, via Wikimedia Commons. Die Verwendung bedeutet keine Billigung durch das US-Verteidigungsministerium.

Zahlen: was sich wissen lässt

General Atomics veröffentlicht als Privatunternehmen keine Abschlüsse. Die belastbarste Größe ist die Schätzung des Friedensforschungsinstituts SIPRI: Danach lag der Rüstungsumsatz 2024 bei rund 1,89 Milliarden Dollar, 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Im weltweiten Ranking fiel das Unternehmen von Platz 58 auf Platz 74. SIPRI kennzeichnet die Zahl ausdrücklich als Schätzung mit hoher Unsicherheit. 

Die Kennzahlen der anderen Hersteller ordnet unser Überblick über die wichtigsten Militärroboter-Hersteller ein. 

Drohnenkrieg und zivile Opfer

Über Ziele entscheiden die Streitkräfte und Geheimdienste, die die Drohnen fliegen, nicht der Hersteller. Trotzdem ist der Name General Atomics untrennbar mit der Praxis gezielter Tötungen verbunden, die mit Predator und Reaper möglich wurde. 

Wie viele Unbeteiligte dabei starben, ist umstritten. Im Juli 2016 veröffentlichte die US-Regierung erstmals eigene Zahlen: 473 Luftangriffe außerhalb erklärter Kriegsgebiete zwischen Januar 2009 und Ende 2015, viele davon mit Drohnen, mit 64 bis 116 getöteten Nichtkombattanten. Nichtregierungsorganisationen kamen nach Angaben desselben Berichts auf mehr als 200 bis gut 900. 

Der bekannteste Einzelfall ereignete sich am 29. August 2021 in Kabul. Eine Hellfire-Rakete aus einer Reaper tötete zehn Zivilisten, darunter sieben Kinder. Der zuständige Befehlshaber Kenneth McKenzie sprach im September von einem Fehler und entschuldigte sich. Disziplinarische Folgen für Beteiligte gab es nicht. 

Auch Deutschland ist berührt. Über eine Satelliten-Relaisstation auf der Air Base Ramstein steuern die USA bewaffnete Drohnen im Ausland, das Verteidigungsministerium wurde 2010 und 2011 über den Bau informiert. Jemeniten, deren Angehörige 2012 bei einem US-Drohnenangriff getötet worden waren, klagten deshalb gegen die Bundesrepublik. Das Bundesverfassungsgericht wies ihre Verfassungsbeschwerde am 15. Juli 2025 zurück, stellte aber einen allgemeinen Schutzauftrag Deutschlands für grundlegende Menschenrechte auch bei Sachverhalten im Ausland fest. 

Verwundbar im Ernstfall

Lange flogen Predator und Reaper über Gebieten, in denen der Gegner keine nennenswerte Luftabwehr hatte. Diese Voraussetzung gilt nicht mehr. Im März 2023 kollidierte ein russischer Kampfjet über dem Schwarzen Meer mit einer US-Reaper. Im Frühjahr 2025 schossen die Huthi im Jemen sieben Reaper ab. 

Der Krieg gegen Iran seit Ende Februar 2026 hat die Schwäche offengelegt. Von den 45 verlorenen Reaper wurden nach Angaben eines US-Beamten nicht alle abgeschossen; einige gingen verloren, weil die Datenverbindung zu den Bedienern abriss. Die Innovationseinheit des Pentagons, DIU, nannte die Abhängigkeit von wenigen teuren Flugzeugen im Juli 2026 „nicht tragfähig“ gegen moderne Luftabwehr und suchte billigere Alternativen in großer Stückzahl. 

Für General Atomics heißt das: Das Kernprodukt ist unter Druck, und der Ausweg CCA ist ein Wettbewerb mit neuen Konkurrenten. Hinzu kommt die geringe Transparenz eines Konzerns ohne Veröffentlichungspflichten. Im März 2025 setzte China GA-ASI wegen Rüstungsgeschäften mit Taiwan zudem auf seine Exportkontrollliste. 

Die Brüder Blue

Neal Blue ist Chairman und CEO von General Atomics, sein ein Jahr jüngerer Bruder Linden, Jahrgang 1936, Vice Chairman. Beide studierten in Yale und sind Piloten. Neal Blue diente in der US Air Force; zu seinen früheren Unternehmungen zählt laut Firmenbiografie eine Kakao- und Bananenplantage in Nicaragua. Linden Blue musste 1961 mit einem Flugzeug in Havanna landen und saß kurz vor der Invasion in der Schweinebucht zwölf Tage in kubanischer Haft. 

General Atomics im Zeitraffer

Jahr 

Meilenstein 

Juli 1955 

General Dynamics gründet die Abteilung General Atomic 

1986 

Die Familie Blue übernimmt das Unternehmen 

1990 

Kauf der Vermögenswerte von Leading Systems (Amber, Gnat-750) 

3. Juli 1994 

Erstflug der Predator 

Okt. 2001 

Erster Raketeneinsatz einer Predator in Afghanistan 

Mai 2007 

Die Reaper wird bei der US Air Force eingeführt 

April 2009 

Erstflug des Strahlflugzeugs Avenger 

März 2018 

Die US Air Force mustert die Predator aus 

Aug. 2021 

Reaper-Angriff in Kabul tötet zehn Zivilisten 

Okt. 2024 

Indien bestellt 31 MQ-9B 

Aug. 2025 

Erstflug der YFQ-42A 

Sept. 2025 

Rahmenvertrag über bis zu 14,1 Mrd. Dollar; 9 Millionen Flugstunden 

Jan. 2026 

Bundeswehr bestellt acht MQ-9B SeaGuardian 

Juni 2026 

Produktionsauftrag für die FQ-42A 

Aug. 2026 

Bericht über 45 im Iran-Krieg verlorene Reaper 

Häufige Fragen

Wem gehört General Atomics?

Der Familie Blue. Die Brüder Neal und Linden Blue übernahmen das Unternehmen 1986. Es ist privat und nicht börsennotiert und veröffentlicht keine Geschäftszahlen. 

Wer hat die Predator-Drohne erfunden?

Der Konstrukteur Abraham Karem. Seine Vorgängermodelle Amber und Gnat-750 kaufte General Atomics 1990 aus der Insolvenz seiner Firma Leading Systems. Die Predator flog erstmals am 3. Juli 1994. 

Was ist der Unterschied zwischen Predator und Reaper?

Die MQ-9 Reaper ist der größere Nachfolger der MQ-1 Predator. Sie hat ein Turboprop-Triebwerk statt eines Kolbenmotors und trägt mehr Waffen. Die US Air Force führte sie 2007 ein und musterte die Predator 2018 aus. 

Kauft die Bundeswehr Drohnen von General Atomics?

Ja. Im Januar 2026 bestellte sie acht MQ-9B SeaGuardian für 1,52 Milliarden Euro. Die Seeaufklärer sollen ab 2028 in Nordholz stationiert werden. 

Was ist die FQ-42A?

Ein strahlgetriebenes unbemanntes Begleitflugzeug für die US Air Force aus dem Programm Collaborative Combat Aircraft. Es soll neben bemannten Kampfjets fliegen. Im Juni 2026 erhielt General Atomics den Produktionsauftrag. 

Quellen

Alle Zahlen in diesem Artikel wurden am 6. Oktober 2026 geprüft. 

Zusammenfassung
  • General Atomics ist ein privater Konzern der Familie Blue aus San Diego, dessen Drohnensparte GA-ASI mit Predator und Reaper die bewaffnete Fernlenkdrohne geprägt hat und im Juni 2026 den Produktionsauftrag für den unbemannten Begleitjet FQ-42A erhielt. 

  • Die Bundeswehr hat im Januar 2026 acht MQ-9B SeaGuardian für 1,52 Milliarden Euro bestellt, die ab 2028 in Nordholz stationiert werden sollen. 

  • Kritisch bleiben die zivilen Opfer des US-Drohnenkriegs, die hohen Reaper-Verluste im Krieg gegen Iran und die geringe Transparenz eines Unternehmens ohne Veröffentlichungspflichten. 

Quellen
  1. About General Atomics – General Atomics – 06.10.2026
  2. History – General Atomics – 06.10.2026
  3. Neal Blue, Chairman & CEO – General Atomics – 06.10.2026
  4. The Man Who Invented the Predator – Smithsonian Air & Space – April 2013
  5. GA-ASI Line of UAS Passes 9 Million Flight Hours – GA-ASI – 21.09.2025
  6. U.S. Air Force Awards GA-ASI Production Contract for FQ-42A CCA – GA-ASI – 17.06.2026
  7. US Air Force awards first CCA production contracts to General Atomics, Anduril – Defense News – 18.06.2026
  8. GA-ASI's Gray Eagle 25M Makes Its First Flight – GA-ASI – 25.01.2024
  9. General Atomics Books $14.1B Air Force Contract for MQ-9 Support – GovConWire – 10.09.2025
  10. India-US deal for procurement of 31 MQ-9B Predator drones – All India Radio News – 15.10.2024
  11. Germany expands naval-surveillance push with eight SeaGuardian drones – Defense News – 13.01.2026
  12. Germany procures eight MQ-9B SeaGuardian drones to strengthen maritime security – General Atomics Europe – 14.01.2026
  13. Locations of the General Atomics Europe Group – General Atomics Europe – 06.10.2026
  14. General Atomics Europe expands Nordholz site to strengthen Bundeswehr aviation sustainment – Defence Industry Europe – 15.07.2026
  15. The SIPRI Top 100 Arms-producing and Military Services Companies, 2024 – SIPRI – Dezember 2025
  16. 7 Years Of U.S. Drone And Airstrikes: White House Tallies Civilian Deaths – NPR – 01.07.2016
  17. August 2021 Kabul drone strike – Wikipedia – 06.10.2026
  18. Urteil vom 15. Juli 2025, 2 BvR 508/21 (Drohneneinsatz Ramstein) – Bundesverfassungsgericht – 15.07.2025
  19. The Iran war flushed $1.3 billion of Reaper drones down the drain – Responsible Statecraft – 17.08.2026
  20. General Atomics MQ-1 Predator – Wikipedia – 06.10.2026
  21. General Atomics MQ-9 Reaper – Wikipedia – 06.10.2026
  22. General Atomics Avenger – Wikipedia – 06.10.2026
  23. General Atomics Aeronautical Systems – Wikipedia – 06.10.2026
  24. Linden Blue – Wikipedia – 06.10.2026
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