Die US-Regierung hat Roboterimporte offiziell zur Frage der nationalen Sicherheit erklärt. In einer Proklamation vom 28. Oktober 2026 schließt sich Präsident Donald Trump dem Befund des Handelsministeriums an, dass Roboter, Industriemaschinen und deren Teile „in solchen Mengen und unter solchen Umständen“ eingeführt werden, dass sie die nationale Sicherheit zu beeinträchtigen drohen. Neue Zölle verhängt die Proklamation nicht. Sie beauftragt Handelsminister und Handelsbeauftragten, mit Partnerländern über die Einfuhren zu verhandeln, und lässt ausdrücklich offen, später Zölle, Abgaben, Quoten oder Gebühren folgen zu lassen. Der Schritt beruht auf Section 232, einer Vorschrift aus einem Handelsgesetz von 1962, die Trump schon für Stahl, Aluminium und Autos genutzt hat.
Was Section 232 ist
Section 232 des Trade Expansion Act von 1962 erlaubt dem Präsidenten, Einfuhren einer Ware anzupassen, wenn sie die nationale Sicherheit gefährden. Das Verfahren ist im Gesetz festgelegt: Das Handelsministerium untersucht auf Antrag einer Behörde, eines Betroffenen oder aus eigenem Antrieb und legt spätestens 270 Tage nach Beginn einen Bericht vor. Der Präsident hat danach 90 Tage, um zu entscheiden, ob er dem Befund folgt und welche Maßnahme er ergreift. Entscheidet er sich für Verhandlungen über ein Abkommen und kommt binnen 180 Tagen keines zustande, oder wirkt es nicht, muss er nach dem Gesetz andere Maßnahmen ergreifen, die er für nötig hält, oder im Federal Register begründen, warum er darauf verzichtet. Ausdrücklich verlangt das Gesetz, auch die wirtschaftliche Lage der heimischen Industrie zu berücksichtigen, weil sie eng mit der nationalen Sicherheit verbunden sei.
Die Übersicht des zuständigen Bureau of Industry and Security (BIS) im Handelsministerium nennt für die Jahre 1981 bis 2001 vierzehn Untersuchungen, darunter 1983 eine zu Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung; zwischen 2001 und 2018 führt sie keine auf. In Trumps erster Amtszeit folgten Untersuchungen unter anderem zu Stahl, Aluminium, Autos und Uran. Seit 2025 hat das Ministerium nach eigener Übersicht mehr als ein Dutzend Untersuchungen eingeleitet, von Kupfer und Holz über Halbleiter und Arzneimittel bis zu Drohnen und Windturbinen.
Proklamation | Ware | Maßnahme |
|---|---|---|
8. März 2018 | Stahl | Zoll von 25 Prozent ab 23. März 2018, zunächst ohne Kanada und Mexiko |
17. Mai 2019 | Autos und Autoteile | Verhandlungen mit EU, Japan und weiteren Ländern, Zwischenstand binnen 180 Tagen |
26. März 2025 | Autos und Autoteile | Zoll von 25 Prozent auf Autos ab 3. April 2025, auf Teile spätestens ab 3. Mai 2025; die Verhandlungen von 2019 hatten laut Proklamation zu keinem Abkommen geführt |
14. Januar 2026 | Verarbeitete kritische Mineralien | Verhandlungen, Mindestpreise als mögliche spätere Maßnahme |
13. August 2026 | Drohnen (UAS) und Bauteile | Zölle von 100 Prozent (über 25 kg, mit Wärmebildkamera, Dockingstationen, bestimmte Bauteile) und 25 Prozent (bis 25 kg) ab 3. September 2026 |
22. Oktober 2026 | Windturbinen und Bauteile | Verhandlungen, Zwischenstand binnen 180 Tagen |
28. Oktober 2026 | Roboter, Industriemaschinen und Bauteile | Verhandlungen, Zwischenstand binnen 180 Tagen |
Das Beispiel Autos zeigt, wie aus Verhandlungen Zölle werden können: 2019 ordnete Trump Gespräche mit der EU und Japan an. Als er im März 2025 Zölle von 25 Prozent auf Autos verhängte, begründete er das unter anderem damit, dass diese Verhandlungen kein Abkommen der im Gesetz vorgesehenen Art gebracht hätten.
Was die Proklamation regelt – und was nicht
Der verfügende Teil der Proklamation ist kurz. Handelsminister und Handelsbeauftragter sollen gemeinsam Abkommen mit Handelspartnern aushandeln oder laufende Verhandlungen fortsetzen, und zwar mit jedem Land, das sie für geeignet halten. Sie müssen den Präsidenten von Zeit zu Zeit unterrichten, einmal in jedem Fall binnen 180 Tagen, also bis Ende April 2027. Das Handelsministerium beobachtet die Einfuhren weiter und meldet, wenn es weitere Schritte für nötig hält. Je nach Verlauf der Verhandlungen, so der Text, könne der Präsident künftig „alternative Abhilfen“ erwägen: Zölle, Abgaben, Quoten und Gebühren einführen oder ändern sowie ein Programm auflegen, das Investitionen in die US-Produktion von Robotern, Industriemaschinen und Bauteilen fördert.
Was fehlt, ist ebenso aufschlussreich. Die Proklamation nennt keine Zollsätze, keine Warenliste und keine Zolltarifnummern, sie enthält keine Ausnahmen und nennt kein Land beim Namen. Darauf weist auch die Beratungsgesellschaft EY in ihrer Analyse vom 29. Oktober hin: Der mögliche Geltungsbereich sei breit, weil die Proklamation noch keine Produkte oder Tarifnummern bestimme. Die bestehenden Section-232-Zölle auf Stahl, Aluminium und Kupfer ändert die Proklamation laut EY nicht; bestimmte Maschinen und Teile mit hohem Anteil dieser Metalle unterliegen ihnen weiter.
Sind Saug- oder Mähroboter erfasst? Der Text der Proklamation erwähnt Verbraucherroboter nicht. Er spricht allgemein von „Robotics“ und Industriemaschinen; als Beispiele nennt er Industrieroboter in der Auto-, Elektro- und Elektronikindustrie und, mit Blick auf das Militär, autonome Roboter, humanoide und vierbeinige Roboter sowie autonome Bodenfahrzeuge, die Aufklärung leisten, Verwundete bergen oder Minen räumen. Die Bekanntmachung zum Start der Untersuchung im September 2025 fasste den Begriff weit: Roboter und programmierbare, computergesteuerte mechanische Systeme, dazu CNC-Bearbeitungszentren, Dreh- und Fräsmaschinen, Stanz- und Pressmaschinen, Werkzeugmaschinen zum Schneiden und Schweißen sowie Laser- und Wasserstrahlschneidanlagen. Drohnen schloss sie aus, weil für sie eine eigene Untersuchung lief. Der US-Technikbranchenverband Consumer Technology Association (CTA) verlangte in seiner Stellungnahme vom 17. Oktober 2025, Verbraucherroboter wie Saug- und Mähroboter sowie Lernroboter-Bausätze von allen Maßnahmen auszunehmen. Ob sie unter mögliche spätere Maßnahmen fallen, ist damit offen.
Wie Washington die Einstufung begründet
Das Handelsministerium hatte die Untersuchung am 2. September 2025 eingeleitet und am 26. September im Federal Register um Stellungnahmen bis zum 17. Oktober 2025 gebeten. Gefragt war unter anderem, wie stark die USA von wenigen Lieferländern abhängen, wie sich ausländische Subventionen auswirken und ob andere Staaten ihre Kontrolle über Roboter und Bauteile als Waffe einsetzen könnten. Den Bericht des Ministeriums selbst hat das BIS bislang nicht veröffentlicht; auf seiner Section-232-Seite ist er (Stand 30. Oktober 2026) nicht verlinkt. Das Gesetz verlangt, die nicht geheimen Teile im Federal Register zu veröffentlichen. Was er feststellt, ist nur über die Zusammenfassung in der Proklamation bekannt.
Danach stützt sich der Befund auf fünf Punkte. Fast alle modernen Waffensysteme und Infrastrukturbereiche seien auf Roboter oder Industriemaschinen angewiesen, ebenso die Fähigkeit der Rüstungsindustrie, die Produktion im Krieg hochzufahren. Industrieroboter und -maschinen lieferten Produkte für alle 16 kritischen Infrastruktursektoren der USA. Bei den meisten Arten von Robotern und Industriemaschinen hingen die USA von Importen ab, deren Wert über das vergangene Jahrzehnt gestiegen sei. Roboter und Maschinen „bestimmter ausländischer Akteure“ brächten besondere Sicherheitsrisiken mit sich, weil sie sensible Daten verarbeiten und speichern und, aus dem Ausland bezogen, erhebliche Schwachstellen für die Cybersicherheit schaffen könnten. Und die heimische Industrie produziere trotz jüngster Investitionen weniger, als das Land verbrauche. Die wirtschaftliche Bedeutung beziffert die Proklamation mit rund 7,1 Billionen Dollar an ausgelieferten Industriegütern und einer Ausrüstungsproduktion von rund 86 Milliarden Dollar, beides für 2024.
China kommt im Text nicht vor. Die Fachseite The Robot Report schreibt, die Bedrohung durch den geopolitischen Rivalen China treibe Maßnahmen wie diese Untersuchung und die jüngsten Beschränkungen der US-Telekommunikationsbehörde FCC an. Die FCC hatte am 28. Juli 2026 im Ausland gefertigte „fortgeschrittene Robotergeräte“, nach ihrer Definition mobile Roboter wie Humanoide und Vierbeiner, auf ihre Covered List gesetzt, unabhängig vom Herkunftsland. Neue Modelle erhalten damit grundsätzlich keine Zulassung mehr für Import und Verkauf in den USA, außer das US-Kriegsministerium (Department of War) erteilt eine bedingte Freigabe. Bereits zugelassene Modelle dürfen weiter verkauft werden. Die FCC-Regel und die Section-232-Proklamation sind getrennte Verfahren mit unterschiedlicher Rechtsgrundlage.
Woher die USA ihre Roboter beziehen
Die USA sind nach Zahlen der International Federation of Robotics (IFR) vom 24. September 2026 der zweitgrößte Markt für Industrieroboter: 2025 wurden dort 38.400 Einheiten installiert, 12 Prozent mehr als im Vorjahr und mehr als in Japan, aber nur gut ein Zehntel der 354.200 Einheiten in China. Die Mehrheit der Roboter in den USA werde weiterhin aus Japan und Europa importiert, schreibt die IFR. Ars Technica nennt als die großen vier Anbieter schwerer Industrieroboter FANUC, ABB, Yaskawa und KUKA mit Sitz in Japan, der Schweiz und Deutschland; vergleichbare Hardware für große Industrie-Roboterarme biete derzeit kein US-Unternehmen an.
Ein Blick in die Außenhandelsstatistik ergänzt das Bild, mit einer Einschränkung. Die Zolltarifnummer 8479.50 erfasst laut US-Zolltarif „Industrieroboter, anderweitig weder genannt noch inbegriffen“; Roboter, die der Tarif an anderer Stelle einordnet, fehlen in dieser Zahl. Unter dieser Nummer meldeten die USA für 2025 Einfuhren im Wert von rund 651 Millionen Dollar. Der im Tarif genannte allgemeine Zollsatz für die Position liegt bei 2,5 Prozent; Zusatzzölle aus anderen Maßnahmen sind darin nicht enthalten.
Herkunftsland | Einfuhrwert 2025 (Mio. US-Dollar) | Anteil |
|---|---|---|
Kanada | 99,0 | 15,2 % |
Italien | 90,6 | 13,9 % |
Dänemark | 76,6 | 11,8 % |
Japan | 69,2 | 10,6 % |
Südkorea | 48,7 | 7,5 % |
Deutschland | 47,3 | 7,3 % |
China | 29,6 | 4,5 % |
Vereinigtes Königreich | 25,9 | 4,0 % |
Übrige Länder | 164,1 | 25,2 % |
Alle Länder | 651,0 | 100 % |
Quelle der Tabelle sind die von den USA an die UN-Handelsdatenbank Comtrade gemeldeten Einfuhren der Position 8479.50 (abgerufen am 30. Oktober 2026); die Anteile haben wir selbst berechnet. Die drei EU-Staaten Italien, Dänemark und Deutschland kommen zusammen auf rund ein Drittel der Einfuhren, China auf weniger als 5 Prozent. Welche Hersteller hinter den Werten stehen, weist die Statistik nicht aus.
Wie Branche und Verbände reagieren
Erste Reaktionen aus der US-Robotikbranche sind wohlwollend bis abwartend. Brendan Schulman, Vizepräsident für Politik und Regierungsbeziehungen bei Boston Dynamics, sprach laut The Robot Report auf LinkedIn von einem weiteren „starken Signal der Unterstützung“ der Regierung für alle, die heimische Lieferketten für Roboter aufbauen. Der nächste Schritt seien „Verhandlungen über die nächsten sechs Monate mit Handelspartnern“, danach die Prüfung weiterer handelspolitischer Maßnahmen. Boston Dynamics wird seit dem 7. Oktober 2026 von Rohit Prasad geführt, zuvor einer der leitenden KI-Manager bei Amazon. Robert Little, früher Leiter der Robotikstrategie beim US-Technologieunternehmen Novanta, sagte dem Fachdienst, FANUC, Teradyne Robotics und Yaskawa hätten bereits Investitionen in die US-Fertigung angekündigt; die größte Sorge seien Lücken bei Bauteilen wie Sensoren, Aktoren, Präzisionsgetrieben und Encodern. Ash Sharma, Forschungschef des Marktforschers Interact Analysis, sagte, die Proklamation sei „heute kein neuer Robotikzoll“, aber ein klares Zeichen für die Richtung. Folgten Zölle, Quoten oder andere Maßnahmen, könne das Wettbewerb, Preise und Produktionsverlagerung in die USA spürbar beeinflussen, und zwar nicht nur bei fertigen Robotern, sondern auch bei deren Bauteilen.
Deutlicher hatte sich der US-Branchenverband Association for Advancing Automation (A3) während der Untersuchung positioniert. In seiner Stellungnahme vom 17. Oktober 2025 drängte Präsident Jeff Burnstein das Handelsministerium, keine Zölle gegen Länder zu verhängen, deren Roboter und Schlüsselkomponenten die US-Robotikindustrie stärken, und stattdessen eine nationale Robotikstrategie zu beschließen. Selbst wenn Hersteller aus verbündeten Ländern neue Werke in den USA eröffneten, werde es nach A3-Einschätzung mindestens fünf bis zehn Jahre dauern, bis genug Roboter, Bauteile und Fachkräfte im Inland verfügbar seien. Bei humanoiden und ähnlichen mobilen Robotern sah der Verband die Lage anders: Sie brächten neue Sicherheitsfragen mit sich, eine Abhängigkeit der US-Industrie gebe es bei ihnen noch nicht, und die Bedenken gegen Zölle gälten für sie nicht unmittelbar.
Eine Stellungnahme des deutschen Maschinenbauverbands VDMA, der IFR oder der EU-Kommission zur Proklamation haben wir bis zum 30. Oktober 2026 nicht gefunden. Auf seiner USA-Themenseite verweist der VDMA unter der Überschrift „Die USA planen weitere Zölle auf Maschinen“ auf die Untersuchung.
Was als Nächstes kommt
Der feste Termin ist der Zwischenbericht binnen 180 Tagen, gerechnet vom 28. Oktober 2026 also bis zum 26. April 2027. Danach erlaubt das Gesetz dem Präsidenten weitere Maßnahmen, wenn bis dahin kein Abkommen geschlossen ist, es nicht umgesetzt wird oder nicht wirkt. Die Proklamation zitiert diese Regel ausdrücklich. Denselben Weg, erst Verhandlungen und später möglicherweise andere Mittel, hat die Regierung 2026 bereits bei kritischen Mineralien und sechs Tage vor den Robotern bei Windturbinen gewählt. Wie diese Verfahren ausgehen, ist offen.
Für europäische Hersteller und Käufer gilt zunächst: Die Proklamation betrifft Einfuhren in die USA, an Preisen und Angeboten in Deutschland ändert sie unmittelbar nichts. Für Hersteller, die in die USA liefern, sieht EY erhebliche Unsicherheit. Die Berater raten Importeuren, ihre Roboter und Maschinen schon jetzt nach Tarifnummer, Lieferant und Ursprungsland zu erfassen, Verträge auf Klauseln zur Zollverteilung zu prüfen und Szenarien für die Zeit nach der 180-Tage-Frist durchzurechnen. Weil die Abhilfe auf Verhandlungen mit einzelnen Partnern beruht, könne die künftige Behandlung je nach Ursprungsland unterschiedlich ausfallen.
Häufige Fragen
Was ist Section 232?
Eine Vorschrift im US-Handelsgesetz Trade Expansion Act von 1962. Sie erlaubt dem Präsidenten, Einfuhren einer Ware zu beschränken, wenn das Handelsministerium nach einer Untersuchung feststellt, dass sie die nationale Sicherheit gefährden. Mögliche Mittel sind Zölle, Quoten, Gebühren oder Abkommen mit Lieferländern. Genutzt wurde sie unter anderem 2018 für Stahl und Aluminium und 2025 für Autos.
Gibt es jetzt US-Zölle auf Roboter?
Nein. Die Proklamation vom 28. Oktober 2026 verhängt keine neuen Zölle. Sie beauftragt Handelsministerium und Handelsbeauftragten, mit Partnerländern zu verhandeln, und verlangt einen ersten Zwischenstand binnen 180 Tagen. Danach kann der Präsident Zölle, Abgaben, Quoten oder Gebühren einführen; bestehende Section-232-Zölle auf Stahl, Aluminium und Kupfer gelten weiter.
Sind Saugroboter und Mähroboter betroffen?
Die Proklamation erwähnt Verbraucherroboter nicht und legt keine Warenliste fest. Als Beispiele nennt sie Industrieroboter sowie autonome, humanoide und vierbeinige Roboter und autonome Bodenfahrzeuge mit Bezug zum Militär. Der US-Verband CTA hatte im Oktober 2025 gefordert, Verbraucherroboter wie Saug- und Mähroboter auszunehmen; ob sie unter spätere Maßnahmen fallen, ist offen.
Woher importieren die USA ihre Industrieroboter?
Laut der International Federation of Robotics überwiegend aus Japan und Europa. Unter der Zolltarifnummer 8479.50 meldeten die USA für 2025 Einfuhren von rund 651 Millionen Dollar, die größten Lieferländer waren Kanada, Italien, Dänemark, Japan, Südkorea und Deutschland. China kam auf 4,5 Prozent (eigene Berechnung nach UN Comtrade).
Was bedeutet die Entscheidung für Käufer in Deutschland?
Unmittelbar nichts, denn die Proklamation betrifft Einfuhren in die USA. Für europäische Hersteller, die in die USA liefern, bleibt offen, ob nach den Verhandlungen Zölle oder Quoten folgen. Laut einer Analyse von EY könnte die Behandlung je nach Ursprungsland unterschiedlich ausfallen.
Quellen
- Adjusting Imports of Robotics, Industrial Machinery, and Their Parts and Components into the United States – Proklamation, The White House – 28.10.2026
- Fact Sheet: President Donald J. Trump Adjusts Imports of Robotics, Industrial Machinery, and their Parts and Components into the United States – The White House – 28.10.2026
- 19 U.S. Code § 1862 – Safeguarding national security (Section 232 Trade Expansion Act 1962) – Legal Information Institute, Cornell Law School
- Notice of Request for Public Comments on Section 232 National Security Investigation of Imports of Robotics and Industrial Machinery – Federal Register 90 FR 46382, BIS – 26.09.2025
- Section 232 Investigations – Bureau of Industry and Security, U.S. Department of Commerce (abgerufen 30.10.2026)
- Proclamation 9705: Adjusting Imports of Steel Into the United States – Federal Register – 15.03.2018
- Proclamation 9888: Adjusting Imports of Automobiles and Automobile Parts Into the United States – Federal Register – 21.05.2019
- Proclamation 10908: Adjusting Imports of Automobiles and Automobile Parts Into the United States – Federal Register – 03.04.2025
- Proclamation 11001: Adjusting Imports of Processed Critical Minerals and Their Derivative Products – Federal Register – 20.01.2026
- Proclamation 11055: Adjusting Imports of Unmanned Aircraft Systems and Unmanned Aircraft Systems Components – Federal Register – 19.08.2026
- Proclamation 11074: Adjusting Imports of Wind Turbines and Their Parts and Components – Federal Register – 28.10.2026
- FACT SHEET: FCC Updates Covered List to Include Foreign-Produced Advanced Robotic Devices and Power Inverters – FCC – 28.07.2026 (PDF)
- U.S. now Second-Largest Robotics Market, Following China – International Federation of Robotics, Pressemitteilung – 24.09.2026 (PDF)
- Harmonized Tariff Schedule of the United States, 8479.50.00.00 Industrial robots, not elsewhere specified or included – USITC (abgerufen 30.10.2026)
- UN Comtrade: USA, Einfuhren 2025, HS 847950 nach Partnerland – United Nations (abgerufen 30.10.2026)
- White House makes Section 232 determination regarding foreign-made robots – The Robot Report (Eugene Demaitre) – 29.10.2026
- Trump declares robot imports a national security threat – Ars Technica (Jeremy Hsu) – 29.10.2026
- US concludes Section 232 investigation into robotics and industrial machinery imports and directs trade negotiations – EY Tax News – 29.10.2026
- Association for Advancing Automation Comments on Section 232 National Security Investigation of Imports of Robotics and Industrial Machinery – A3 (Jeff Burnstein) – 17.10.2025 (PDF)
- A3 urges Trump administration not to impose robotics tariffs, adopt national robotics strategy instead – Robotics 24/7 – 21.10.2025
- CTA Comments on Section 232 National Security Investigation of Imports of Robotics and Industrial Machinery – Consumer Technology Association – 17.10.2025 (PDF)
- Die USA – Zölle und Disruption vs. Marktchancen – VDMA (abgerufen 30.10.2026)
- Boston Dynamics Appoints Rohit Prasad as Chief Executive Officer – Boston Dynamics – 06.10.2026

Alle Angaben in diesem Artikel wurden am 30. Oktober 2026 geprüft. Grundlage sind die Proklamation vom 28. Oktober 2026 und das zugehörige Fact Sheet des Weißen Hauses, der Gesetzestext 19 U.S.C. 1862, die Bekanntmachung des Handelsministeriums im Federal Register vom 26. September 2025, die Section-232-Übersicht des BIS, die im Federal Register veröffentlichten früheren Proklamationen zu Stahl, Autos, kritischen Mineralien, Drohnen und Windturbinen, das Fact Sheet der FCC vom 28. Juli 2026, die Pressemitteilung der IFR vom 24. September 2026, der US-Zolltarif (USITC) und die von den USA an UN Comtrade gemeldeten Einfuhrdaten, die Stellungnahmen von A3 und CTA vom Oktober 2025 sowie Berichte von The Robot Report, Ars Technica, Robotics 24/7 und eine Analyse von EY. Den Bericht des Handelsministeriums selbst konnten wir nicht einsehen, weil er nicht veröffentlicht ist; seine Befunde geben wir nach der Zusammenfassung in der Proklamation wieder. Die Äußerung von Brendan Schulman (Boston Dynamics) stammt aus einem LinkedIn-Beitrag, den wir nach The Robot Report zitieren. Die Einfuhrwerte erfassen nur die Zolltarifnummer 8479.50; Prozentanteile haben wir selbst berechnet. Stellungnahmen von VDMA, IFR und EU-Kommission zur Proklamation fanden wir bis zum 30. Oktober 2026 weder auf deren Presse- und Nachrichtenseiten noch in der Websuche.
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