Militärroboter & Sicherheit
Roboter in Armee, Polizei und Katastrophenschutz: unbemannte Systeme, Kampfdrohnen und Rüstungsunternehmen – und die Fragen, die autonome Waffen aufwerfen.
- Firmenporträt
Elbit Systems: Israels größter Rüstungskonzern und seine Drohnen
Elbit Systems baut die Hermes-Drohnen der israelischen Armee, die Loitering Munition SkyStriker und das unbemannte Boot Seagull. Anders als IAI ist der Konzern börsennotiert und wird von der Familie Federmann kontrolliert; in Ulm hat er eine deutsche Tochter, die mit Diehl Defence um Aufträge der Bundeswehr wirbt. Zugleich ist Elbit Ziel von Protesten, Einbrüchen und Investorenausschlüssen.
- Firmenporträt
Israel Aerospace Industries: Heron, Harop und ein Staatskonzern vor dem Börsengang
Israel Aerospace Industries baut die Aufklärungsdrohne Heron TP der Luftwaffe und das Raketenabwehrsystem Arrow 3, das seit Dezember 2025 in Holzdorf in Betrieb ist. Der Staatskonzern meldet Rekordgewinne und bereitet einen Teilbörsengang vor. Zugleich steht IAI wegen seiner Exporte in der Kritik, etwa der Loitering Munition Harop nach Aserbaidschan.
- Firmenporträt
General Atomics: Vom Predator zum unbemannten Kampfjet
Mit der Predator hat General Atomics die bewaffnete Drohne aus dem Versuchsstadium geholt. Im Sommer 2026 geht der Familienkonzern aus San Diego mit dem unbemannten Kampfjet FQ-42A in Serie, während die US-Streitkräfte im Krieg gegen Iran rund ein Viertel ihrer Reaper-Flotte verloren haben. Ab 2028 soll auch die Deutsche Marine Drohnen des Herstellers fliegen.
- Firmenporträt
AeroVironment: Vom Muskelkraftflugzeug zur Switchblade
Gegründet von dem Konstrukteur, dessen Muskelkraftflugzeug 1979 den Ärmelkanal überquerte, baut AeroVironment heute die Switchblade, eine Loitering-Munition, die die USA an die Ukraine geliefert haben. Mit der Übernahme von BlueHalo hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt. Der Preis dafür: ein Nettoverlust von 265 Millionen US-Dollar, eine Abschreibung auf das Raumfahrtgeschäft und eine korrigierte Quartalsbilanz.
- Firmenporträt
Anduril: Das Rüstungs-Start-up, das die Fabrik zum Produkt erklärt
Neun Jahre nach der Gründung ist Anduril 61 Milliarden Dollar wert, baut in Ohio eine Flugzeugfabrik und hat einen Rahmenvertrag mit der US-Armee über bis zu 20 Milliarden Dollar. Zugleich meldet die Firma für 2026 einen Betriebsverlust von rund 1,2 Milliarden Dollar, die Partnerschaft mit Rheinmetall ist zusammengestrichen, und eine Serie von Fehlschlägen beantwortet das Unternehmen mit einem bemerkenswerten Satz: „Wir scheitern – und zwar oft.“
- Firmenporträt
Baykar: Vom Autoteile-Zulieferer zum türkischen Drohnenkonzern
Baykar hat 2025 Drohnen für 2,2 Milliarden US-Dollar exportiert, kauft sich in die italienische Luftfahrtindustrie ein und baut ein Werk in der Ukraine wieder auf, das Russland viermal getroffen hat. Zugleich steht das Istanbuler Familienunternehmen wegen Lieferungen nach Sudan in der Kritik. Ein Porträt zwischen Rekordzahlen und offenen Fragen.
- Firmenporträt
ARM Institute: Robotik für Amerikas Fabriken, bezahlt vom Verteidigungsministerium
In der Stahlskelett-Ruine eines Pittsburgher Walzwerks sitzt ein Institut, das die amerikanische Fertigung automatisieren soll. Es forscht nicht selbst, sondern verteilt Geld – und bekommt dieses Geld vom Verteidigungsministerium. Wie das ARM Institute entstand, wie es arbeitet und woran sich Kritik entzündet.






